Hallo liebe Forenmitglieder,
beim Thema "Operationen" hatte ich zuletzt meinen Leidensweg geschildert, falls jemand nochmals drüberschauen möchte...
Nach über 2 Jahren nach meiner OP am Rückenmark ist es jetzt soweit, wie von den Chirurgen angekündigt, die Spondy an L5/S1 ist unausweichlich.
War mit dem beigefügten MRT-Bericht bei meinem nachsorgenden NC und schilderte ihm meine Probleme, die wie folgt aussehen:
- heftige Steifigkeit im LWS-Bereich nach dem Aufstehen
- kleinschrittige, sehr unsichere Gangart, keinen Meter mehr kann ich ohne aufkommende Muskelschwäche gehen, ich verliere die Koordination der
Schritte, das linke Bein knickt plötzlich sehr oft weg, Treppensteigen, egal ob rauf oder runter, geht nur mit Festklammern am Geländer, wenn denn
hoffentlich eins vorhanden ist.
- bei längerem Stehen auf einem Fleck kommen oft unerträgliche und ausstrahlende Schmerzen auf, ausgehend vom LWS-Bereich, in alle Richtungen.
- beim Zähneputzen oder Kochen habe ich das Gefühl, oft völlig kraftlos im LWS-Bereich zu sein, ich schleiche unbemerkt in eine Schonhaltung, welches
ein starkes Hohlkreuz bildet.
Was meine Kräfte ansonsten angeht, Zehen- u. Hackenstand möglich, volle Kraft in den Beinen, Reflexe völlig unauffällig. Ja, das passt alles wenn ich beim
Doc im Sprechzimmer untersucht werde, aber wehe, we lässt mich ein paar Meter gehen, dann geht nichts mehr, zum Verzweifeln.
Ich war schon immer sportlich nicht ganz von der schlechten Sorte, aber ich muss ehrlich sein, Physio & Co. habe ich gemacht, aber nie wirklich konsequent.
Machte ich mal rückenstärkende Übungen, dann spielten danach meine Nerven verrückt, an ein Schlafen war nicht mehr zu denken.
Jetzt kommt der wunde Punkt, der mich an den Rande der Verzweiflung bringt: Habe in den letzten 2 Jahren viel mit Leuten geredet, die bereits versteift
wurden, alle möglichen Altersklassen und, ich behaupte mal, dass 8 von 10 mir von der Spondy abgeraten haben, weil ich eben beim normalen Sitzen oder
beim Schlafen keinerlei Schmerzen habe, wie gesagt, erst so richtig nach dem Aufstehen oder beim Gehen, was man als solches schon gar nicht mehr
bezeichnen kann.
Ich bin jetzt 60 Jahre alt und werde in 2 Jahren in die Altersteilzeit wechseln, ich leide wie ein Hund unter der Situation und allein das sollte schon genug
Grund sein, das Risiko der OP einzugehen.
Durch gewisse Beziehungen werde ich bald einen Termin in einer richtig guten Klinik bekommen, ich war dort schon einmal vor knapp 3 Jahren und die wollten
mich damals schon versteifen, alles andere wurde abgelehnt. Tja, hätte ich mal machen lassen sollen, dann wäre ich jetzt vielleicht nicht hier, aber wer weiß
das schon?!
Ich weiß nur eins, ich will wieder größere Strecken laufen können, ohne 2000mg Ibu über den Tag verteilt. Beruflich gesehen habe ich auch Probleme, tolle
Kollege die über meine Gangart lachen und lästern, die Psyche macht das nicht länger mit...wenn da die Angst nicht wäre!?
Guter Rat ist teuer, sehr teuer im Moment!
Viele Grüße
SinNombre56
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