Hallo liebe Community,
bitte entschuldigt, dass ich auf manche Frage (Runner 84) nicht geantwortet habe - das möchte ich erst einmal nachholen :
Die Übungen am Hyperextensions-Trainingsgerät haben keine Verbesserung gebracht - ebenso wenig wie ein weiterer Präventionskurs "Rücken". Ich war 1x/Woche im Fitnessstudio und habe jeden Morgen ca. 20-30 min. Leichte langsame Dehnungsübungen gemacht, damit ich überhaupt aufstehen konnte. Tagsüber im Büro habe ich ebenfalls kleine Übungen zwischendurch erledigt (z.B. im Sitzen 1 Bein ca. 10cm anheben für 10-30 sek. im Wechsel), um die untere Rückenmuskulatur bissl aufzubauen bzw. zu stärken oder z.B. auf einem Bein stehend Zähne putzen etc. Kleine Übungen, die auf lange Sicht vielleicht auch eine Stärkung der Muskulatur bringen.
Vergangene Woche (Mittwoch 22.04.2026) hatte ich nun meine Facettendenervierung. Lt. Arztbrief wurde folgendes durchgeführt :
Diagnose(n) : Lumboischialgie beidseitig bei multisegmentale Bandscheibenproteinen, Osteochondrose und Spondylathrose der LWS, P.m. L4-S1 beidseitig
Durchgeführter Eingriff : Facettengelenksdenervation und PRT L4-S1 und ISG Denervierung beidseitig
Der gesamte Eingriff dauerte ca. 20-30 min., war äußerst schmerzhaft, aber man hält es aus, weil man will und vor allem hofft, dass es danach endlich (nach fast 2 Jahren) schmerzfrei(er) wird.
Nach dem Eingriff musste ich konsequent 3 Std. auf dem Rücken liegen.
In den folgenden 2 Tagen erhielt ich eine Schmerztherapie mit : 3x tgl. Novalminsulfon-Infusion (ich darf kein Ibuprofen / Diclofenac einnehmen) sowie früh und abends je 1 Tablette Tilidin 50mg/4mg retard.
Am Donnerstag erfolgte eine 20minütige "Einweisung" einer Physiotherapeutin, welche minimalen Übungen für die nächsten 14 Tage durchgeführt werden sollen - im Liegen die Zehen nach vorn und oben ziehen, dann 1 Bein anwinkeln und den Fuß mit der Ferse in die Matratze drücken und nach unten ziehen (ausstrecken) abwechselnd links/rechts 20x. Danach im Sitzen oder Stehen noch Schulter kreisen, um die Verspannungen im Oberkörper/Brustbereich zu lösen. Ferner nicht länger wie 30min. Am Stück sitzen, zwischendurch immer wieder aufstehen, laufen und liegen. Und vor allem auch Dreh- und Rotationsbewegungen des Oberkörpers vermeiden. Immer mit dem gesamten Körper drehen! Kein Heben und schweres Tragen (max.5kg), kein Staubsaugen etc, KEIN im Stand nach vorn beugen, sondern immer in die Hocke gehen .
Leider wurden meine Schmerzen, die ich vor der Denervierung schon hatte, nicht besser - eher schlechter. Auch die Medikation bringt an Schmerzlinderung nichts. Nach einer Woche habe ich schlimmere Schmerzen als zuvor : Bei jedem "in die Knie gehen" z.B. um Essen aus dem Kühlschrank zu holen oder ein Gewürz aus einem unteren Schrank zu entnehmen, selbst beim auf Toilette setzen habe ich diesen unerträglichen einschießenden Schmerz, als würde ich im unteren Rücken auseinanderbrechen.
Vor der Denervierung hatte ich diesen Schmerz auch schon, konnte mich aber in 60-70 % relativ gut abfangen, so dass ich nicht zusammengebrochen bin. Jetzt ist dies anders - ganz furchtbar

Selbst beim Hinsetzen und dann hinlegen kommt dieser einschießende Schmerz und wenn ich dann endlich auf dem Rücken oder auf der Seite liege und mich drehen will, habe ich unsägliche Schmerzen dabei. Eigentlich sobald ich den unteren Rücken anspannen muss, um mich zu bewegen.
Mitterweile ist eine Woche um und mir geht's wirklich richtig schlecht. Ich muss(te) um neue Medikamente kämpfen (Novalgin und Tilidin) und nach Rücksprache mit der MTA des Wirbelsäulenspezialisten, der mich auch "operiert" hat, wurde mir am Telefon gesagt, das ich Geduld haben muss, weil die Besserung meistens erst nach 1-2, manchmal erst nach 4 Wochen eintritt.
Aber ich kann nicht mal entspannt sitzen weil ich zusätzlich zu diesen einschießenden Schmerzen mitlerweile auch ein fast ständiges Stauchungsgefühl beim Sitzen und zeitweise auch beim Gehen habe, so als hätte ich einen Bleigürtel um die Hüften, der mich nach unten zieht. In Abständen kommt ein stechendes Ziehen in den Seiten dazu (ist aber nicht dauerhaft).
Ich bin wirklich total verzweifelt und seelisch auch am Ende - ich bin allein erziehend mit 11jährigem Sohn und meine Familie wohnt 500km weit weg, so dass ich in allem ziemlich auf mich gestellt bin. Natürlich versuche ich stark zu sein, aber irgendwann hat man keine Kraft mehr, wenn man 24/7 Schmerzen hat ohne dass irgendwas hilft.
Ist jemand hier in der tollen Community, dem/der es ähnlich ergeht - also dass die Schmerzen nach der Denervierung eher zugenommen haben? Was wäre/ ist die nächste Option zur Behandlung? Und/oder wie habt ihr die Schmerzen bewältigt / in den Griff bekommen?
Man fühlt sich so unglaublich hilflos - ich hatte SO viel Hoffnung in diesen Eingriff, weil ich Mal wieder normal für meinen Sohn da sein wollte und nicht immer nur sagen "das kann ich nicht (mit dir unternehmen)" oder "ich hab Schmerzen, entschuldige bitte".. Das ist so furchtbar für sein Kind nicht SO da sein zu können , wie man möchte, gerade auch, weil unsere Familie so weit weg ist.
Ich wünsche euch einen schönen und vor allem schmerzfreien Tag.
Liebe Grüße
heike