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Komplette Version BSV / unerträgl.Schmerzen Unterleib

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Pauline69
Liebe Heike,

ich habe mir gerade nach einmal Deinen MRT Befund der LWS durchgelesen, meine Vermutung wäre, dass Deine Schmerzen tatsächlich überwiegend durch die osteochondrotische Höhenminderung und die Facettengelenksarthrose ausgelöst werden - nicht durch einen Bandscheibenvorfall, der, laut MRT Bericht, auch nicht vorhanden ist.

Arthrosen der Facettengelenke können tatsächlich die Durchbrechschmerzen auslösen.

Habe ich das richtig gelesen, dass bei Dir eine Rheuma Diagnose besteht?

Das lässt vermuten, dass damit ein Zusammenhang besteht und sollte unbedingt, von Dir, in dem Gespräch Ende August, mit eingebracht werden.

Liebe Grüße,
Pauline
stier571
Hallo liebe Pauline (so wollte ich mein Kind nennen, wenn es ein Mädchen geworden wäre :-)),

lieben Dank für deine schnelle Antwort. Ich finde es auch echt schlimm, dass einem in der Notaufnahme nicht wirklich geholfen wird. Dafür sind sie ja eigentlich da. Es kann doch nicht die Lösung sein, entsprechend hoch dosierte Schmerzmittel zu verabreichen, um dann zu sagen "Ach, sie können im Schneidersitz sitzen, na dann geht's ihnen doch gut..."

Ich meine, das Pflegepersonal leistet einen echt supertollen Job. Ich habe wirklich höchsten Respekt vor ihrer Leistung, die sie tagtäglich verrichten und dabei meistens freundlich und respektvoll gegenüber den Patient:innen bleiben - so habe ich es bis auf gaaaaanz wenige Ausnahmen zumindest immer erlebt. Bei den Ärzten sieht es schon ganz anders aus. Mag sein, dass auch sie viel zu tun haben, aber sie müssen mit Sicherheit nicht so einen Knochenjob verrichten wie die Pflegekräfte.

Ich habe - seit Beginn meiner Schmerzen im Februar 2024 - immer gearbeitet. Natürlich bis auf die stationäre 10tägige Schmerztherapie und die anschließende 4-wöchige ambulante Reha. Auch als die Schmerzen immer schlimmer und umfassender wurden, bin ich jeden Tag ins Büro gegangen, weil ich auch wirklich sehr gerne arbeite. Nur jetzt, nach diesem schlimmen Zusammenbruch bin ich krank geschrieben, weil auch die Ärztin aus der Klinik gemeint hat, dass ich 1. aufgrund der vielen Schmerzmittel nicht Auto fahren soll und 2. bis zu dem Termin bei dem Wirbelsäulen-Orthopäden eine Krankschreibung durchaus ratsam ist, zumal ich diese Schmerz-Einschüsse in den unteren Rücken ja habe, sobald die Wirkung der Schmerzmittel nachlässt.

Meine Hausärztin war sehr erstaunt, dass ich mich habe weiter krankschreiben lassen, eben weil das bisher nicht vorgekommen ist. Naja, den Ärger meines Chefs habe ich jetzt, der hat dafür Null-Verständnis, weil... Ist ja eigentlich egal ob ich zu Hause oder im Büro bin - die Schmerzen habe ich doch sowieso, also kann ich doch auch arbeiten kommen! traurig2.gif

Mittlerweile habe ich auch Angst, dass irgendwann die Krankenkasse sagt, dass ich die ganzen Untersuchungen selber bezahlen muss, weil es keine Ergebnisse gibt und vor allem auch keine Besserung eintritt. Ich hatte gehofft, dass durch den unerwarteten Zusammenbruch in der Klinik nach der Ursache gesucht wird, zumal zu diesem Zeitpunkt mein Sohn bei meinen Eltern gut aufgehoben war. Jetzt wieder zu Hause 500km weit entfernt, habe ich niemanden (meine Eltern gehen auch noch beide arbeiten). Und jetzt geht morgen auch die Schule wieder los.....

Ein neues MRT will ich eigentlich auch nicht - alleine die Vorstellung in der Röhre wie im Sarg zu liegen und danach wieder nicht aufstehen und laufen zu können, da bekomme ich Panik.Die Frage ist auch, ob man neue Erkenntnisse daraus erzielen würde....

Ich war immer eine Powerfrau, viel und gerne gearbeitet, viel Bewegung, mit meinem Sohn ganz viel draußen Dinge unternommen (ja, auch viel gesessen), aber immer aktiv und voller Freude auf den nächsten Tag... Und jetzt? Ein körperliches Wrack und große Angst, dass diese Schmerzen für immer bleiben und nur mit Tabletten in Schach gehalten werden können weinen.gif

Ich freue mich für jeden, der seine Schmerzen losgeworden ist und seine Lebensfreude, den Elan und die Zuversicht wieder zurück bekommen hat.

Liebe Grüße
heike
stier571
Hallo liebe Pauline,

ich finde das so lieb von dir, wie schnell du antwortest - ganz lieben Dank dafür.

Bei mir wurde vor ca. 20 Jahren ein SLE (Systemischer Lupus Erythematodes) diagnostiziert, wobei ich nicht den dafür typischen Hautausschlag im Gesicht habe. Bei mir ist eher das ZNS und die Muskeln betroffen. Aber.... Ich habe nur in den ersten 3 Jahren nach Diagnose wirklich extrem hohe Entzündungswerte gehabt und eher eine kontinuierliche Schmerzbelastung, nicht jedoch diese extremen Schübe, wie es viele bei Rheuma oder MS haben. Deswegen wurde mir von den Ärzten auch abgeraten, in eine Selbsthilfegruppe zu gehen, weil es die wenigsten dort verstehen würden, weil ich eben nicht diese schlimmen Schübe sondern eher konstante - im Verhältnis gesehen- leichte Schmerzen hatte. Die damalige Therapie war hohes Cortison, welches ich jedoch innerhalb der drei Jahre komplett auf 0 ausschleichen konnte.

Seitdem ist bei der jährlichen Kontrolle bei meinem Rheumatologen die Fragestellung bzgl. SLE eher ein "NEIN" bzgl. der Aktivität (der SLE quasi nicht mehr? vorhanden) . Und die Schmerzen, die ich damals hatte (in beiden Armen und Beinen) sind seitdem auch nicht wieder aufgetreten. Meine Entzündungswerte sind im normalen Bereich. Ich gehe dennoch weiter 1x jährlich zu den Kontrolluntersuchungen, da der SLE ja auch auf die Organe übergehen kann.

Was meinst du? Würde evtl. eine Therapie (Spritzen) der Facettengelenke bei mir helfen? Ich glaube, da bekommt man über mehrere Sitzungen unter Röntgenbild Injektionen in die entsprechenden Bereiche - sofern ich das richtig verstanden habe.

Liebe Grüße
heike
Pauline69
Lieber Heike,

Ja, ich denke tatsächlich, dass dir eine Serie an PRT Spritzen sehr helfen könnte.

Genau, PRT Spritzen werden, vom Radiologen, unter CT gesetzt, zuerst wird ein Kontrastmittel gespritzt, um die exakte Nadel zu kontrollieren und erst dann wird das Cortison injiziert.
Diese Infiltrationen werden meist als Serie von 4-6 Stück, im Abstand von jeweils 2-3 Wochen, durchgeführt.
Durch das Cortison, soll die Entzündung zum abklingen gebracht werden, was in der Regel nicht mit einer Spritze getan ist.
Man kann damit wirklich eine erhebliche Schmerzlinderung erfahren.

PRT Spritzen werden aber nur dann von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt, wenn sie von einem Schmerztherapeuten verordnet worden sind, wenn nicht, sind sie eine Selbstzahler Leistung.

Es wäre auf jeden Fall eine gute Wahl, dies auszuprobieren.

Auf den Zusammenhang mit der eventuellen Rheumaerkrankung kam ich, weil in deinem MRT Bericht schon etwas von einer aktivierten Facettengelenksarthrose steht.
Natürlich haben das auch viele Menschen, ohne ein Rheuma zu haben, jedoch scheint es bei dir sehr ausgeprägt zu sein, wenn es diese immensen Schmerzen verursacht.
Immer unter der Zurückhaltung, dass laut MRT Bericht, kein großer Bandscheibenvorfall für deine Schmerzen verantwortlich ist.

Hast du einen Schmerztherapeuten, der dir diese PRT Spritzen verordnen könnte?

Viele Grüße,
Pauline
Pauline69
Lieber Heike,

Ich habe erst jetzt gesehen, dass du zwei Beiträge geschrieben hattest, daher will ich jetzt noch einmal auf den ersten Beitrag eingehen.

Du brauchst überhaupt keine Angst zu haben, dass die Krankenkasse irgendwann sagen könnte, du musst die Untersuchungen selbst bezahlen!
Das ist auf gar keinen Fall der Fall!
Jegliche gesetzliche Leistungen werden von der Krankenkasse übernommen.

Ja, es scheint immer ein schlechter Ratgeber zu sein, über eine Notaufnahme, an eine Diagnostik kommen (zu wollen).
Immer mehr Notaufnahme behandeln wirklich nur den akuten Notfall, in deinem Fall die extrem starken Schmerzen.
Sind diese durch Medikamente unter Kontrolle gebracht, ist der Notfall Fall behandelt und abgeschlossen.

Die Hoffnung, dass man über diesen Weg an eine gute Diagnostik kommt, zerfällt in den allermeisten Fällen.
Die bessere Alternative wäre, in so einem Fall, aber man plant dies natürlich nicht, mit einer Krankenhauseinweisung über deinen Orthopäden oder deinen Hausarzt, stationär in einem Krankenhaus aufgenommen zu werden.

Vielleicht wäre es auch noch mal ein Weg, eine Rheumaklinik aufzusuchen.
Ich weiß jetzt nicht, wo du wohnst, aber in Nordrhein-Westfalen wäre das zum Beispiel Sendenhorst.
Eine rein Rheumatologische/orthopädische Klinik, mit natürlich einer ganz anderen Kompetenz, als ein niedergelassener Rheumatologe.

Den Ärger mit dem Arbeitgeber haben wir nun leider viele, seine Aussage, ob du nun zu Hause wärst oder im Büro am Schreibtisch, die Schmerzen wären gleichermaßen vorhanden, ist natürlich extrem einseitig gedacht und ausschließlich aus Sicht des Arbeitgebers. Es zeugt von recht wenig Empathie.
Wenn du sicher im Job bist, lass dich davon nicht beeinflussen!

Liebe Grüße,
Pauline
stier571
Hallo liebe Community,
zuerst einmal wünsche ich allen, die in diesem Forum lesen, Fragen stellen und all den vielen Antwortenden alles erdenklich Liebe für das neue Jahr. Möge es ein schönes, erlebnisreiches, vielseitiges und vor allem schmerzarmes (im besten Fall schmerzfreies) Jahr mit vielen tollen, interessanten und inspirierenden Begegnungen werden.
Ich wollte mich einfach mal wieder zu Wort melden, auch wenn sich bei mir hinsichtlich "schmerzfrei(er)" Leben nicht wirklich etwas getan hat. Ich werde Ende Januar für 3 Tage ins KH Ehringshausen gehen und dort eine Facettendenervierung vornehmen lassen - dies hat mein Wirbelsäulenorthopäde entschieden, weil es angesichts meiner MRT-Befunde das Beste wäre, um eine Operation zu vermeiden bzw. noch nach hinten zu verschieben. Zwischenzeitlich hatte ich die Gelegenheit, 5 Bowtech-Behandlungen zu erhalten. Leider haben die noch keinen Erfolg gebracht, aber bei meinen ganzen Baustellen im Körper wird das wahrscheinlich auch noch dauern. Muss halt schauen, ob ich mir das noch mehrfach finanziell leisten kann (1 sitzung 50€).
Ferner habe ich auch mal ein großes Blutbild - vor allem wegen meiner Nieren- und Schilddrüsenwerte machen lassen und gebeten, meinen Vitamin D-Wert mitzubestimmen.
Die Hausärztin war über meine Nierenwerte erschrocken - der GFR Wert liegt bei 48% (glomeruläre Filtrationsrate). Bei meinem fragenden Einwand, dass ich doch halbjährlich beim Urologen zur Kontrolle bin, meinte sie, dass der Urologe nur das Organ betrachtet (ob Nierensteine, Nierengries etc. sichtbar ist), nicht jedoch die Funktion des Organs. Das könnte man nur über die Blutwerte tun. Ich müsste zwecks weiterer Diagnostik dringend zu einem Nephrologen. Zum Glück haben wir so eine Spezial-Praxis in der Stadt, musste alle meine Diagnosen und Laborwerte der letzten 2 Jahre zusenden und dann haben sie sich auch Recht schnell wg. einem Termin gemeldet. Ich sollte erklären, was im letzten Jahr bei mir passiert ist, dass sich dieser Wert so verschlechtert hat. Ich erzählte von meiner gesamten Rückenproblematik seit 2024 und dass ich seit Mai 2024 erst Diclofenac und ab Mitte 2025 Ibuprofen für bzw. gegen die Schmerzen eingenommen habe. DAS waren die Übeltäter - ich war total geschockt, dass keiner der Ärzte mich darüber aufgeklärt -oder in meiner Krankenakte nachgelesen hat, dass ich die nicht einnehmen soll.
Was ich damit sagen möchte : alle die das hier lesen und ebenfalls diese beiden Medikamente über einen längeren Zeitraum einnehmen oder eingenommen haben : lasst eure Nierenwerte mal durch eine Blutuntersuchung überprüfen. Lt. der Nephrologin merkt man eine Niereninsuffizienz nicht sofort, weil sie keine Schmerzen bereitet. Ist nur ein Rat von mir - ich wäre froh gewesen, ich hätte das viel eher gewusst und meine Nieren durch diese Medikamente nicht noch mehr geschädigt.
Mit Novalgin bin ich besser versorgt - das schädigt die Nieren nicht. Wobei ich mittlerweile das Gefühl habe, dass das auch nicht (mehr?) hilft. Ich möchte aber auch nicht jeden Tag die volle Dosis (3x 1.000mg) davon einnehmen. Aktuelle nehme ich 1.000 mg abends vor dem Schlafen, damit ich mich nachts halbwegs drehen kann, ohne viele Dehnübungen machen zu müssen. Die muss ich vor dem richtigen Aufstehen machen, habe aber das Gefühl, dass ich etwas besser in den Stand komme und diese einschießenden Schmerzen nicht mehr so häufig auftreten. Irgendwie verändern sich die schlimmen Schmerzen immer Mal wieder - derzeit habe ich sie beim Sitzen auf beiden Seiten (hüftseitig) und Rücken, bis in den Unterleib ziehend. Und ich habe alle paar Tage ganz schlimme Krämpfe in den Füßen, vor allem auch am/im Fußspann, die "Nachschmerzen" halten auch noch einige Tage nach dem Krampf an - also der Übergang vom Fuß ins Bein vorn tut sehr weh.Auch habe ich mehrfach täglich ein unangenehmes Kribbeln in den Zehen. Kennt das jemand zufällig? Kommt das auch vom Rücken?
Ich habe noch eine andere Frage : was macht ihr für Übungen, um beweglicher in den Tag zu starten bzw. um den Tag zu meistern? Ich habe eine Zeitlang mit Gaby Fastner und Mandy Morisson trainiert, habe jedoch das Problem, dass ich viele Übungen aktuell vor Schmerzen gar nicht machen kann, was bis vor ein paar Wochen noch möglich war. Seit Oktober habe ich die Rückenwächter-Übung von Ralf Blume (ist ein Physiotherapeut, der viele Videos bei YT auch über Vitamin D macht) alle 2 Tage für 2 Min. gemacht. Und vielleicht hilft diese Übung wirklich, dass ich diese einschließenden Schmerzen durch die Facettengelenksarthrose besser abfangen kann. Vielleicht kennt ihr auch diese Übung? Habe mir zu Weihnachten auch so ein Hyperextensions-Trainingsgerät zu Weihnachten gewünscht, mit dem man diese Übung weiter ausbaut. Vielleicht hilft es auf lange Sicht auch dabei, diese kleinen tiefliegenden Muskeln aufzubauen und dauerhaft zu stärken.

So, das war es erst einmal wieder von mir. Vielleicht hat jemand ein paar Ideen, welche Übungen man trotz starker Schmerzen Durchführen kann, ohne noch größeren Schaden anzurichten, sondern um "einfacher" durch den Tag zu kommen.

Vielen Dank fürś Lesen und evtl. Antworten. Ich wünsche euch ein schönes und vor allem schmerzarmes 1.Wochenende im neuen Jahr.
Liebe Grüße
heike
Romé
Hallo Heike,
Schau dir mal den Verlauf des Iliopsoas Muskel an. Der fängt an den Lendenwirbel an, führt durch die Leiste und endet am Oberschenkel. Der macht Flanken-, Unterleibs- Leisten- und Hüftschmerzen. Könnte das der Übeltäter sein? Ich könnte mir vorstellen, dass bei Wirbelveränderungen hier eine Dysbalance stattfinden könnte. Frag mal deinen Physio. Es gibt Übungen, zum entblocken und stärken. Der kann auch Wegmarkierung werden, was aber sehr unangenehm und schmerzhaft ist, durch Triggerpunktmassage am Beckenkamm ganz tief im Unterbauch.
Gruß Romé
Runner84
Hallo Heike,

haben dir die Übungen am Hyperextensions-Trainingsgerät etwas gebracht?

Liebe Grüße
stier571
Hallo liebe Community,

bitte entschuldigt, dass ich auf manche Frage (Runner 84) nicht geantwortet habe - das möchte ich erst einmal nachholen :
Die Übungen am Hyperextensions-Trainingsgerät haben keine Verbesserung gebracht - ebenso wenig wie ein weiterer Präventionskurs "Rücken". Ich war 1x/Woche im Fitnessstudio und habe jeden Morgen ca. 20-30 min. Leichte langsame Dehnungsübungen gemacht, damit ich überhaupt aufstehen konnte. Tagsüber im Büro habe ich ebenfalls kleine Übungen zwischendurch erledigt (z.B. im Sitzen 1 Bein ca. 10cm anheben für 10-30 sek. im Wechsel), um die untere Rückenmuskulatur bissl aufzubauen bzw. zu stärken oder z.B. auf einem Bein stehend Zähne putzen etc. Kleine Übungen, die auf lange Sicht vielleicht auch eine Stärkung der Muskulatur bringen.

Vergangene Woche (Mittwoch 22.04.2026) hatte ich nun meine Facettendenervierung. Lt. Arztbrief wurde folgendes durchgeführt :

Diagnose(n) : Lumboischialgie beidseitig bei multisegmentale Bandscheibenproteinen, Osteochondrose und Spondylathrose der LWS, P.m. L4-S1 beidseitig

Durchgeführter Eingriff : Facettengelenksdenervation und PRT L4-S1 und ISG Denervierung beidseitig

Der gesamte Eingriff dauerte ca. 20-30 min., war äußerst schmerzhaft, aber man hält es aus, weil man will und vor allem hofft, dass es danach endlich (nach fast 2 Jahren) schmerzfrei(er) wird.

Nach dem Eingriff musste ich konsequent 3 Std. auf dem Rücken liegen.
In den folgenden 2 Tagen erhielt ich eine Schmerztherapie mit : 3x tgl. Novalminsulfon-Infusion (ich darf kein Ibuprofen / Diclofenac einnehmen) sowie früh und abends je 1 Tablette Tilidin 50mg/4mg retard.

Am Donnerstag erfolgte eine 20minütige "Einweisung" einer Physiotherapeutin, welche minimalen Übungen für die nächsten 14 Tage durchgeführt werden sollen - im Liegen die Zehen nach vorn und oben ziehen, dann 1 Bein anwinkeln und den Fuß mit der Ferse in die Matratze drücken und nach unten ziehen (ausstrecken) abwechselnd links/rechts 20x. Danach im Sitzen oder Stehen noch Schulter kreisen, um die Verspannungen im Oberkörper/Brustbereich zu lösen. Ferner nicht länger wie 30min. Am Stück sitzen, zwischendurch immer wieder aufstehen, laufen und liegen. Und vor allem auch Dreh- und Rotationsbewegungen des Oberkörpers vermeiden. Immer mit dem gesamten Körper drehen! Kein Heben und schweres Tragen (max.5kg), kein Staubsaugen etc, KEIN im Stand nach vorn beugen, sondern immer in die Hocke gehen .

Leider wurden meine Schmerzen, die ich vor der Denervierung schon hatte, nicht besser - eher schlechter. Auch die Medikation bringt an Schmerzlinderung nichts. Nach einer Woche habe ich schlimmere Schmerzen als zuvor : Bei jedem "in die Knie gehen" z.B. um Essen aus dem Kühlschrank zu holen oder ein Gewürz aus einem unteren Schrank zu entnehmen, selbst beim auf Toilette setzen habe ich diesen unerträglichen einschießenden Schmerz, als würde ich im unteren Rücken auseinanderbrechen.

Vor der Denervierung hatte ich diesen Schmerz auch schon, konnte mich aber in 60-70 % relativ gut abfangen, so dass ich nicht zusammengebrochen bin. Jetzt ist dies anders - ganz furchtbar heul.gif heul.gif heul.gif Selbst beim Hinsetzen und dann hinlegen kommt dieser einschießende Schmerz und wenn ich dann endlich auf dem Rücken oder auf der Seite liege und mich drehen will, habe ich unsägliche Schmerzen dabei. Eigentlich sobald ich den unteren Rücken anspannen muss, um mich zu bewegen.

Mitterweile ist eine Woche um und mir geht's wirklich richtig schlecht. Ich muss(te) um neue Medikamente kämpfen (Novalgin und Tilidin) und nach Rücksprache mit der MTA des Wirbelsäulenspezialisten, der mich auch "operiert" hat, wurde mir am Telefon gesagt, das ich Geduld haben muss, weil die Besserung meistens erst nach 1-2, manchmal erst nach 4 Wochen eintritt.

Aber ich kann nicht mal entspannt sitzen weil ich zusätzlich zu diesen einschießenden Schmerzen mitlerweile auch ein fast ständiges Stauchungsgefühl beim Sitzen und zeitweise auch beim Gehen habe, so als hätte ich einen Bleigürtel um die Hüften, der mich nach unten zieht. In Abständen kommt ein stechendes Ziehen in den Seiten dazu (ist aber nicht dauerhaft).

Ich bin wirklich total verzweifelt und seelisch auch am Ende - ich bin allein erziehend mit 11jährigem Sohn und meine Familie wohnt 500km weit weg, so dass ich in allem ziemlich auf mich gestellt bin. Natürlich versuche ich stark zu sein, aber irgendwann hat man keine Kraft mehr, wenn man 24/7 Schmerzen hat ohne dass irgendwas hilft.

Ist jemand hier in der tollen Community, dem/der es ähnlich ergeht - also dass die Schmerzen nach der Denervierung eher zugenommen haben? Was wäre/ ist die nächste Option zur Behandlung? Und/oder wie habt ihr die Schmerzen bewältigt / in den Griff bekommen?

Man fühlt sich so unglaublich hilflos - ich hatte SO viel Hoffnung in diesen Eingriff, weil ich Mal wieder normal für meinen Sohn da sein wollte und nicht immer nur sagen "das kann ich nicht (mit dir unternehmen)" oder "ich hab Schmerzen, entschuldige bitte".. Das ist so furchtbar für sein Kind nicht SO da sein zu können , wie man möchte, gerade auch, weil unsere Familie so weit weg ist.

Ich wünsche euch einen schönen und vor allem schmerzfreien Tag.

Liebe Grüße
heike
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