| QUOTE (Lucie @ 17.09.2005, 13:45) |
Ich habe einen jetzt erwachsenen Pflegesohn, mit dem ich durch die Hölle gegangen bin. Ich bin fast kaputt gegangen an der Situation, er nahm Drogen, hat seit frühster Kindheit ADS in ausgeprägtester Form, ist total agressiv und hat verschiedene Strafverfahren laufen... Es gab zum Schluß nur noch ein: Das "Kind" oder ich... Also habe ich mich schwersten Herzens dazu entschlossen, meinen nun 19 jährigen Pflegesohn im betreuten Wohnen unterzubringen. Ich habe mit der Situation sehr zu kämpfen, innerlich, denn ich hatte an mich den Anspruch, ihm mehr und besser helfen zu können, ihm mehr Sichherheit zu vermitteln, ihm zu helfen stabiler zu werden, und nun muss ich kapitulieren und einsehen, dass es einfach nicht geht... Ich habe noch zwei Kinder in der Pubertät, davon ein Adoptivkind, welches gerade eine Selbstfindungskrise durchmacht und seine Wurzeln sucht. Die Kinder haben ständig Termine. Sie müssen zum Sport, zu Freunden, zur Ergotherapie, zur Legastenietherapie, zur Diskalkulietherapie, zu verschiedenen Hobbys, zum Arzt etc Zusätzlich beginne ich noch eine einjährige Fortbildung zur Weiterqualifizierung. Da muss ich jeweils 1 1/2 Stunden hinfahren, den Lehrgang absolvieren, zurückfahren, die Kinderbetreung organisieren... Hausaufgaben und nächtliches Lernen kommen auch dazu... ? Dazu kommt eine geistig und körperliche behinderte Schwester, die mich oft braucht damit ich ihr bei vielen Dingen helfen kann. Meine Mutter, die ständig anruft und auch immer was braucht und möchte und dass ich mich mehr kümmern soll. |