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Komplette Version HWS OP (ACDF) am Montag

Bandscheiben-Forum > HWS-Forum
molly.flynn
Hallo liebe Mitglieder wink.gif

Ich habe am kommenden Montag meine HWS Operation, aufgrund einer bereits vorhandenen Rückenmarksschädigung.
Ich lese seit Wochen fleißig in diesem Forum und habe mich nun selbst registriert.

Bitte macht mir Mut und erzählt mir von euren GEGLÜCKTEN hws Operationen.
Bei mir wird die Bandscheibe c6/c7 entfernt, dadurch das Rückenmark entlastet und dann kommt ein Cage rein. Aber der wird nicht verschraubt.

Geplant ist die Aufnahme am Montag und die Entlassung am Mittwoch. Ich bin 36 Jahre alt und hoffe durch die Operation bald wieder meinem gewohnten Alltag nachgehen zu können.

Mir wurde gesagt ich kann am selben Abend nach der Operation aufstehen, habe keine Halskrause.

Meine Fragen euch:
Wie habt ihr die Schmerzen nach der Operation empfunden?
Konntet ihr trinken, trotz Halsschmerzen? Oder hattet ihr garneine Halsschmerzen?
Gab es nach der OP Probleme die davor nicht da waren?

Wie war es nach der Entlassung, war ein normaler Alltag möglich?

Vielen Dank für eure Zeit, ich hoffe auf einige Antworten die mir Mut machen klatsch.gif

LG aus Wien

Molly
deichgeissbock
Hallo Molly,
Herzlich willkommen im Forum.
Bei mir wurde vor 14 Tagen exakt die gleiche Operation durchgeführt.
Ich habe mich vor der Operation dermaßen umfassend mit dem Thema beschäftigt, so dass ich nur noch dieses Thema vor Augen hatte. Ich muss dazu sagen, dass mein Krankheitsbild schon deutlich war, aber mit Sicherheit gibt es immer Leute, denen es vorher oder auch nachher schlimmer ergangen ist. Das hat mich immer motiviert. Dazu kommt, bei jedem Patienten ist das Krankheitsbild und der Heilungsprozess anders.
Jeder hat ein anderes Schmerzempfinden. Eines meiner kritischsten Themen war immer die Wahl der Klinik. Ich kann dazu berichten, dass ich in einer der besten Gelenkkliniken Europas und der Welt operiert wurde, was nicht bedeutet, dass an dem Tag der Operateur dem Ruf der Klinik gerecht wird.
Ich hatte die richtige Wahl getroffen und der Operateur ist ebenfalls ein Top-Arzt.

Nun zu deinen Fragen.
Ich lag 4 Stunden im Aufwachraum und bekam fleißig Wassereis, macht Sinn danach zu fragen, das ist schon sehr hilfreich. Schmerzen hatte ich keine. 4 Stunden, weil eine Operation am Hals immer wegen der Möglichkeit einer Anschwellung beobachtet werden muss.
Alles in Ordnung. Auf dem Zimmer bekam ich warmes Essen und das ging super runter.
Ich sollte insgesamt 5 Tage bleiben, am Ende waren es 2 Tage.
Ich bin direkt aufgestanden und auch am nächsten Tag schon einiges an Metern gelaufen.
Eine Halskrause habe ich nicht. Trinken und Essen konnte ich gut.
Die Wunde sieht super aus.
49 Jahre, Nichtraucher und vielfach OP erprobt.

Nun zu den Schmerzen usw.! Ein Wort wird dich für eine längere Zeit von 8 bis x Wochen begleiten, das Wort heißt Geduld. Mein Beschwerdebild hat sich verändert. Die Kribbelparästhesien sind weg. Die ersten drei Fingerspitzen der rechten Hand sind bisher pelzig geblieben.
Sehr starke Schmerzen im Liegen. Mein Nacken schmerzt, hierbei handelt es sich hauptsächlich um starke Verspannungen. Das Aufstehen fällt mir sehr schwer. Sitzen geht besser, Laufen gut.
Ich habe alle Liegepositionen und Kissen ausprobiert. Also heißt es, Geduld zu haben.

Ich darf genauso wenig wie du über 5 kg heben und keine Hyperrotationen zulassen.
Auch wenn nahezu alle Bewegungen möglich sind, heißt es, Geduld zu haben.
Alles Weitere wird dein Operateur mit dir nach 6 bis 12 Wochen besprechen. Eine Reha ist nicht angedacht. Ich habe ein Blankorezept, damit haben meine Praxis und ich einen großen Handlungsspielraum.
Ich hoffe, dir geholfen zu haben, und hab viel Geduld. Alles wird gut.
Herzliche Grüße
Markus
molly.flynn
Hallo Markus,

Vielen Dank für deine Antwort. Das stimmt mich schon positiv.
Pelzige Finger sind auch mein Problem. Ansonsten sind die Ärzte für den Befund immer überrascht wie gut es mit geht. Bei mir ist die Indikation ja die Schädigung.

Ich hoffe auch bei einem sehr guten Arzr zu sein. Er ist sehr erfahren und ich vertraue ihm. Obwohl natürlich eine Restangst bleibt.

Wenn ich zb. Aufwache und mich nicht mehr bewegen kann oder meine Arme plötzlich schwach sind.

Aber ich hoffe auch sehr schnell wieder fit zu sein 😀

LG molly
HwsProb
Hi!
Also ich hatte Anfangs sehr große Startschwierigkeiten aber das muss für dich nicht das Gleiche sein, mit Flare Ups und Anpassungen auf statischer Ebene in der Halswirbelsäule. Sehr lange Physio bis heute mit allem von Massagen bis dry needling, usw. Übung und Belastung neu Lernen!

Klar muss sich das sehr gut überlegt werden und sicher ist, dass diese Entscheidung dein Leben beeinflussen wird. Und das mit all seiner Konsequenz. Arbeitsalltag, Familie, allgemeines Wohbefinden und die Umgebung und ein wenig oder mehr Bewegung sind entscheidend.

Ich kann nur sagen, das Irgendwann wahrscheinlich der Schmerz bei mir sehr gut im Griff sein wird. Ich arbeite, lebe einfach und das jeden Tag!

Kurz gesagt: Wenn dies vor allem für dich und den Ärzten das logischste Vorgehen ist, und nach zweit oder Drittmeinung immer noch einstimmig sein soll, könnte es einen entscheidenden Grund geben operativ vorzugehen.

🍀

deichgeissbock
Mein Endgegner sind die Verspannungen. Unfassbare Probleme und Schmerzen. Vielleicht hat jemand einen guten Rat.
Cairpre
Hallo zusammen!

@molly.flynn: Ich wurde selbst vor 3 Wochen an der HWS operiert. Ich habe zwei Implantate in den Etagen C 5-7 eingesetzt bekommen, ebenfalls ohne feste Verschraubung. Ich bin auch 36 und hatte natürlich große Bedenken und Ängste vor der OP, gerade auch wegen einer OP in so frühen Jahren und der OP Methode (Versteifung vs. Implantate). Noch mehr Angst hatte ich allerdings vor den möglichen (irreversiblen) Folgen einer zunehmenden Rückenmarksschädigung, ich konnte keinen Ski Urlaub oder andere Tätigkeiten genießen, ohne ständig an meine Spinalkanalstenose zu denken.

Ich kann dir ganz ehrlich sagen, dass du mit richtig gutem Gefühl und voller Optimismus in diese OP gehen kannst. Wenn die Diagnose gestellt ist und du im besten Fall bei deinem Arzt noch ein gutes Bauchgefühl hast, dann wird das eine super Sache werden! Ich selbst fühle mich nach 3 Wochen schon wieder absolut fit, abgesehen von Verspannungen in Rücken/Nacken/Schulter durch die erforderliche "Schonhaltung" bzw. Ruhigstellung der HWS in den ersten Wochen nach OP. Am wichtigen (und schlimmsten für mich) ist die Geduld die man braucht, gerade wenn man sonst sehr sportlich aktiv ist und dies als Ausgleich braucht.. Kurz nach der OP hatte ich in meiner linken Hand und Unterarm eine Überempfindlichkeit der Nerven, dies ist nach ein paar Tagen weggegangen. Meine OP hat etwas über 3 Stunden gedauert und nach 3 Tagen habe ich das Krankenhaus entlassen. Aufstehen und laufen konnte ich schon am Tag der Operation.

Alles in allem: Du lässt dich von einem Profi operieren und bist in besten Händen. Vertraue deinem Körper und dem Arzt. Das wird sehr gut werden, und danach bist du wieder fit und kannst durchstarten.

Alles gute und viel Erfolg !
molly.flynn
Hi Cairpre,

Vielen Dank für deine Antwort. Das mit dem Sport kann ich sehr gut nachvollziehen, kann seit knapp einem Monat nicht mehr viel machen und es fehlt mir total.

Hattest du/habt ihr nach der OP Schluckbeschwerden gehabt? Kann ich zumindest was trinken wenn ich aus der Narkose aufgewacht bin?

Wie lange muss man Rückenschonend aufstehen? Ich habe Angst es mit der Zeit mal zu vergessen, oder geht's da nur um die Einheilung?

Meine Diagnose und die klare OP Empfehlung wurde von einem zweiten Neurochirurgen bestätigt. Aufgrund meines jungen Alters und der myelopathie wird die OP empfohlen, um diese im Idealfall zu stoppen

LG molly
Cairpre
Hi,

ja ich hatte bis vor kurzem Schluckbeschwerden, bei mir haben Sie ca. 3 Wochen angehalten. Sind aber jetzt komplett weg. Trinken ging sofort nach der OP mit einer Schnabeltasse. Essen ging auch einige Stunden später bereits.

Das Rückenschonende Aufstehen mache ich vorsichtshalber noch bis zum Kontrolltermin (6 Wochen nach OP), genaue Angaben habe ich nicht. Ich bin die ersten 1 1/2 Tage nach OP leider falsch aufgestanden, da ich es vergessen hatte.. Ist aber auch nix passiert - die Nackenmuskulatur etc. stabilisieren ja zusätzlich, so schnell sollte da nichts passieren.

Schmerzmittel habe ich die ersten 1 1/2 Wochen genommen, ich glaube die meisten Schmerzen kamen auch nur durch das häufige Liegen / nicht richtig bewegen können..

Bei mir war es auch das junge Alter und Myelopathie stoppen.

Grüße
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