Hallo zusammen,
ich wollte hier einmal meine Situation schildern und hoffe sehr auf eure Erfahrungen und etwas Mut.
Ich habe seit Anfang des Jahres Beschwerden im Bereich L5/S1. Die Schmerzen haben ins Bein ausgestrahlt, waren aber zunächst noch gut auszuhalten – vor allem spürbar beim Autofahren und bei längeren Strecken zu Fuß.
Mitte Februar war ich dann krank und habe am 26.02. im Bett stark gehustet. In dem Moment habe ich plötzlich gemerkt, dass im unteren Rücken „etwas passiert ist“. Der Schmerz war extrem, ich habe vor Schmerzen geschrien. Seitdem hat sich alles deutlich verschlechtert.
Ich war beim Arzt, habe ein MRT bekommen und dort wurde ein Bandscheibenvorfall L5/S1 bestätigt (MRT-Bericht kann ich bei Bedarf posten). Seitdem habe ich zwei PRT/PAT-Spritzen bekommen – die letzte war allerdings so schmerzhaft, dass ich das ehrlich gesagt nicht nochmal machen möchte. Leider habe ich bisher auch keine wirkliche Verbesserung gespürt.
Zu mir: Ich bin 36 Jahre alt, 1,73 m groß, leicht übergewichtig und mache aktuell keinen Sport.
Was mir im Moment am meisten zu schaffen macht:Ich erhole mich einfach nicht von den Schmerzen. Seit dem 26.02. nehme ich täglich Schmerzmittel. Anfangs Novalgin und Ibuprofen im Wechsel, mittlerweile nur noch Ibuprofen, da ich auf Novalgin vermutlich allergisch reagiert habe (Fieber, Halsschmerzen). Magenschutz nehme ich dazu.
Die stärksten Schmerzen habe ich tatsächlich im Bein. Es sind weniger die Rückenschmerzen, sondern eher massive Schmerzen entlang der Rückseite – Gesäß, Oberschenkel, Kniekehle und Wade. Dazu kommen immer wieder krampfartige Schmerzen, vor allem wenn ich etwas länger stehe oder laufe. Diese zwingen mich dann regelrecht, mich sofort hinzulegen.
Zusätzlich habe ich leichtes Ameisenlaufen bzw. Taubheitsgefühle im Zeh. Der Zehenstand ist aber noch möglich.
Meine Fragen an euch:
Wie lange darf man Ibuprofen in so einer Situation überhaupt nehmen?
Wann habt ihr mit Physiotherapie begonnen? Direkt oder erst nach einer gewissen Zeit?
Wie finde ich eine gute Physiotherapie, ohne Angst haben zu müssen, dass etwas „verschlimmbessert“ wird?
Ist es besser, den Nerv möglichst ruhig zu halten oder sich trotzdem zu bewegen?
Aktuell halte ich die Schmerzen am ehesten aus, wenn ich auf dem Bauch liege. Das ist aber natürlich keine Dauerlösung, zumal mir dadurch inzwischen der obere Rücken auch wehtut.
Was mich zusätzlich verunsichert:Wenn ich mir meinen MRT-Bericht als Laie durchlese, klingt das alles gar nicht so dramatisch – aber die Schmerzen sind wirklich extrem. Das passt für mich irgendwie nicht zusammen.
Ich habe große Angst, dass das Ganze chronisch werden könnte. Ich bin zwar noch nicht ganz bei vier Wochen, aber es fühlt sich im Moment einfach endlos an.
Der Arzt, der die Spritzen gesetzt hat, war eigentlich sehr optimistisch, dass das gut helfen würde – aber leider hat es bei mir bisher gar nichts gebracht.
Vielleicht gibt es hier jemanden, der Ähnliches erlebt hat und mir sagen kann, dass es irgendwann wirklich besser wird.
Vielen Dank euch 🙏
MRT Beurteilung
LWK 5/SWK 1: Bimediolaterale, rechts mediolateral in einen subligamentären und knöchern abgestützten Prolaps übergehende Protrusio mit knöcherner und weicher Bedrängung von L5 rechts (Serie 3, Ima 20).
Kein Kontakt zu L5 links. Geringer weicher Kontakt zu S1 rechts (Serie 6, Ima 27). Geringe Facettengelenksarthrosen.
Beurteilung:
Geringgradige, multisegmentale degenerative Veränderung der LWS mit hauptbefundlich weicher und knöcherner Bedrängung von L5 rechts sowie geringer weicher Berührung von S1 rechts im Segment LWK 5/SWK 1 bei linkskonvexer torsionsskoliotischer Seitausbiegung der LWS mit Scheitelpunkt über dem Segment LWK 3/4. Vereinzelte Facettengelenksarthrosen. Reizlose Sakroiliakalgelenke. Keine Spinalkanalstenose. Keine Osteodestruktionen.
