Menschle
06 Feb 2026, 08:32
Hallo und guten Morgen aus dem Saarland
Vor Jahren habe ich mich schon mal an euch gewandt. Nun bitte ich erneut um eure Erfahrungen und Meinungen
2017 wurde ich ganz erfolgreich an c5/6 und 6/7 operiert.
Ganz gut war es nie, aber die schlimmsten Schmerzen waren weg.
Seit nun einiger Zeit wird es trotz verschiedener konservativer Maßnahmen (Physio, PRT‘s, Infusionen, etc.) zunehmend schlechter.
Ohne Schmerzmittel, die den Schmerz nie zu 100% nehmen, geht nichts mehr.
Daraufhin ging es also ins MRT. Alles in allem kein schönes Ergebnis.
Nach 6 Monaten kontroll mrt.
Innerhalb dieser Zeit wurden meine Symptome immer schlimmer.
Daraufhin ging ich in die neurochirurgische Sprechstunde, die mich bereits 2017 operiert haben. Der damalige Neurochirurg, der mich damals operiert hatte, war etwas erschrocken über das erneute Fortschreiten der degenerativen Erkrankung.
Ich kopiere hier mal wesentliche Abschnitte des Befundbriefes.
Diagnosen:
Spondylose, Osteochondrose C5/6 und C6/7 (M47.22) Neuroforamenstenose C5/6 und C6/7 bds. (M99.61B)
Z.n. mikrochirurgischer ventraler Dekompression und Fusion C5/6 und C6/7 mit knochenbefülltem Medtronic Cornerstone Cage 4/16 in C5/6 und 4/18 in C6/7 sowie Synthes CSLP-
Verriegelungsplatte 31 mm/ 6 x 16 mm Schrauben am 19.06.2017
Jetzt: HWS-Kyphose (M40.22)
Arthrogene Neuroforamenstenose C7/Th1 rechts (M99.61R)
Neuroforamenstenose C4/5 rechts (M99.61R)
Radiologische Diagnostik:
MRT HWS (31.07.2025 XCare RNS): Keine zervikale Lordose, beginnende Kyphosierung. Geringe Pseudospondylolisthesis C7/Th1, mit arthrogener hochgradiger Neuroforamenstenose rechts und Kompression der C8-Wurzel. In C4/5 Spondylarthrose rechts mit beginnender knöcherner Einengung des Neuroforamens.
Beurteilung:
Klinisch hat die Patientin wahrscheinlich eine C5- wie auch C8-Wurzelirritation rechts.
Bei der klinischen Untersuchung findet sich residuell ein geringes sensibles Defizit am Oberarm dorsal, sowie ein leichtes motorisches Defizit der kurzen Handmuskeln (wahrscheinlich C8-
Syndrom entsprechend).
Kernspintomographisch wurde eine hochgradige arthrogene Neuroforamenstenose C7/Th1 rechts nachgewiesen, sowie eine beginnende Neuroforamenstenose C4/5 rechts.
Im Anschluss an die Sprechstunde erfolgen noch HWS-Funktionsaufnahmen (Frage der Anschluss-Instabilität C7/Th1) in 2 Ebenen.
Sinnvoll ist eine gezielte konservative Weiterbehandlung: Unter Einsatz eines Schmerztherapeuten sollte eine Wurzelinfiltration C8 und auch C5 rechts durchgeführt werden (PRI), außerdem ist eine neurophysiologische Diagnostik
zur
Differenzierung
zwischen
C8-Läsion
und
Cubitaltunnelsyndrom rechts unbedingt sinnvoll.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim Paulus
Facharzt für Neurochirurgie
So: cubiatunnelsydrom wurde mittlerweile leider ausgeschlossen.
Nun steht die Empfehlung für op an c7/Th1 und c4/5 im Raum.
Es wurde mir aber auch gesagt, dass die körperliche Einschränkungen erheblich mehr werden.
Welche Erfahrungen habt ihr? Bzgl der Einschränkunge (Alltagstätigkeiten, Auto fahren..) und des Erfolges. Und.. an die, die schon länger eine Anschluss-OP hatten, wie hat sich die Situation insgesamt entwickeln?
Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich alleine die Entscheidung treffen mussund jedes Situation eine andere ist, dennoch wären mir Erfahrungswerte wichtig.
Ich danke euch fürs lesen und Rückmelden.
Herzliche Grüße
Silvia
Pauline69
07 Feb 2026, 13:06
Hallo Silvia,
Das ist ja schon ein ordentlicher Befund und vor allen Dingen, ein ordentliches, weiteres voranschreiten deiner HWS Beschwerden.
Ich selber wurde im Oktober 2018 C5/C6 und C6/C7 mittels Cage versteift.
Auch ich war in der Zeit danach nie ganz beschwerdefrei, jedoch war es soweit in Ordnung, dass ich vier Jahre ohne große Probleme verbringen konnte.
Im Jahr 2023 meldeten sich verstärkt, ausstrahlende Beschwerden in den oberen Schulterbereich und im vorderen Bizeps wieder.
Ein neu angefertigtes MRT zeigte einen kleinen Bandscheibenvorfall bei C4/C5 und eine mäßige Einengung der Neuroforamen.
Neurologisch wurde alles abgeklärt, eine OP stand vorerst nicht im Raum.
Circa sechs Monate später wurden die Schmerzen immer konstanter und auch deutlich stärker.
Es wurde noch einmal ein neues MRT angefertigt, welches einen deutlich progredienten Bandscheibenvorfall bei C4/C5 zeigte, mit einer beginnenden Myolopathie (einer beginnenden Rückenmarkschädigung).
Die erneute Vorstellung bei meinem Neurochirurgen brachte eine ziemlich klare OP Indikation hervor.
Somit wurde im März 2024 die dritte Etage an der Halswirbelsäule mittels Cage versteift.
Ein Neurochirurg erklärte mir, dass auch die dritte Etage kaum spürbare Einschränkungen mit sich bringen würde.
Und ich muss sagen, er hatte absolut recht!
Ich bin nun also von C4 – bis C7 mit drei Cage versteift.
Meiner Beweglichkeit im Hals und Kopf hat das keine Einschränkungen gebracht, zumindest keine spürbaren!
Und das, obwohl ich aufgrund meiner Ursprungs Ausbildung, ich bin klassische Balletttänzerin und Ballettlehrerin, eine hohe Beweglichkeit hatte und auch habe.
Ich möchte und kann dir damit zumindest ein wenig die Angst nehmen, dass du später erhebliche Einschränkungen haben könntest.
Mir ist bewusst, dass es sich bei dir um vier Segmente handeln würde.
Vielleicht ist das noch einmal ein kleiner Unterschied, C7/C8 (TH1) kann ich in den Auswirkungen nicht beurteilen.
Ich denke jedoch, dass selbst eine kleine Einschränkung, in der Beweglichkeit, sich eher vereinbaren lässt, als dauerhaft mit starken Einschränkungen oder Schmerzen den Alltag zu bewältigen.
Liebe Grüße,
Pauline
Pinguin
07 Feb 2026, 17:49
Hallo liebe Silvia,
Ich wurde 2006 das erste Mal an der HWS operiert.
Leider war ich damals eine Art Versuchskaninchen.
Ich litt bis 2009 wo mich ein Arzt in München so einigermaßen wieder hergestellt hat.Es folgten dann noch kleinere Eingriffe und vor 2Jahren ist mir ein Cage gebrochen. Wieder OP! Nun reicht meine Versteifung von C3- Th 10.
Ich muss sagen, dass ich keine gravierenden Einschränkungen habe.
Ich fahre auch Auto.
Natürlich musste alles erst heilen.
Momentan ärgere ich mich mit massiven Schwindel und Sehstörungen rum.
Das wird eher von den Kopfgelenken kommen.
Montag habe ich ein Arztgespräch.
Eine Anschlussdegeneration ist also nur eine Frage der Zeit.
Liebe Grüße
Konstanze
Hallo liebe Silvia,
ich stehe vor dem selben Problem wie du.
ich wurde bereits 1997 an der HWS C5/C6 versteift. In all den Jahren ging es so einigermaßen, was die Schmerzen anbelangte.
Vor Weihnachten ging es dann so richtig los: Schmerzskala 10/10, linke Hand gar keine Kraft mehr, rechte Hand Kraftminderung und taube Fingerspitzen und unsicheren Gang.
Jetzt soll C6/7, C7/TH1, C4/5 versteift werden.
Ich habe auch riesen Angst davor.
Was die Klinik angeht, vermute ich, dass du im Brüderkrankenhaus warst. Wie waren deine Erfahrungen dort?
Vielleicht können wir uns per PN schreiben.
Ich würde mich sehr freuen.
Liebe Grüße
Moon
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