angemeldet bin ich erst seid kurzem, war aber öffters als Gast da um mich zu informieren, was mich so erwartet und gott sei dank bin ich dem Rat gefolgt und habe mir eine zweite Meinung eingeholt.... würde sonst im Rollstuhl sitzen.
Nachdem ich schon zwei OP an der HWS hatte und beide super verlaufen waren, dachte ich ich hab mal Ruhe mit den Schmerzen..., ich wußte schon gar nicht mehr, was und wo der Schmerz herkommt....am besten eine neue Wirbelsäule bei ebay ersteigern
Meine Schmerzen im Genick und Schulterbereich waren zwar deutlich besser, aber ich konnte nicht lang sitzen und stehen...mein ganzer Rücken schmerzte.
Da ich schon lang Aloe Vera für meine Haut und Allergien trinke und diese damit super in den Griff bekam, meinte eine Freundin von mir ich solle doch mal das Aloe Vera Freedom trinken, dass sei gerade gut für Knochen, Wirbel, Gelenke, Bandscheiben, Sehnen...Warum nicht dachte ich, das andere hat mir ja auch geholfen. Ich begann damit im Dez. 06.
Nach etlichen Besuchen bei meinem Doc ( einränken, Spritzen, Medika.) meinte er jetzt doch noch mal ein CT zu machen und da hat man mich schon gleich nach den Aufnahmen zur Seite genommen und gemeint es sehe nicht gut aus und ich solle gleich mit den Bildern zu meinem Doc.
Zwei akute BSV in der BWS 10/11 und 11/12, mit akuter Rückenmarksquetchung (lasse absichtlich alle Fachbegriffe weg, da ich mir die auch übersetzen lassen musste
Musste sofort alles unterbinden. Nichts mehr heben, keine schnellen Bewegungen ...Bin am nächsten Tag gleich in die Klinik, wo man meine anderen beiden OPs gemacht hatte und die sagten mir gleich, dass sie für so eine OP zu wenig Erfahrung haben, da nur 3% aller BSV in der BWS seien und somit sehr selten sind.
Man machte noch alle möglichen Tests ( Refexe, Blasenunters....) und meinte dann,
sie würden es erst mal mit Unterspritzen bzw Aufspritzen der BS versuchen, weil eine OP zu gefährlich sei.
Das aufspritzen ist aber wohl auch nicht so ganz ohne...ich bekam einen Termin zwei Tage später.
Damit bin ich heim und setzte mich an euer Forum. Habe gesucht, gelesen und mein Kopf rauchte
Nächster Tag beim Prof. schaute er sich die Bilder genau an und meinte man müsse schnellstens die OP durchführen, da die Bandscheibe in 11/12 nicht nur rausgerutscht ist, sondern rausgebrochen und sie das Rückenmark droht zu zerstöhren. Habe ihm dann von dem Aufspritzen erzählt und er meinte, dass die mein sicher aus gewesen wäre. das Aufspritzen hätte das Rückenmark zerstört durch die abgebrochene BS. Toll dachte ich...was wenn ich jetzt nicht eine zweite Meinung eingeholt hätte.
Er setzte mich sofort auf die OP-liste und so sollte ich dann in 14 Tagen unters Messer kommen. Ich fragte noch, wie die Chancen stehen, worauf er meinte bei 400 OPs im HWS und LWS und nur 1-2 OP an der BWS pro Jahr kann man keine Statistik machen, weil sich die 1-2 Patienten auch nicht immer zur Nachkonntrolle einfinden würden.
Also schonen und mit Medi voll pumpen, dass man über die Runden kommt bis zur OP....und angst, angst, angst.
Die Zeit rückte näher und meine Schmerzen wurden immer weniger, dass Taubheitsgefühl im Bein und Beckenwaren aber unverändert. Ich konnte meine Medi-dosis runterfahren bis ich nur noch 1 Tabl zur Nacht brauchte ( zuerst 2Valaron50, dann 4 davon, danach 4 Valaron100 vorher). Ich war begeistert, denn ich war nicht mehr so im Nebel.
Der OP-tag (9.02.07) war da und meine Schmerzen vollkommen weg, warum wußte ich auch nicht. Aber die BS mußte ja sowieso raus wegen der Gefahr einer Querschnittslähmung.
Man wollte sie von der Seite entfernen...aufgewacht bin ich dann mit einem Schnitt am Rücken und höllichen Schmerzen ein Apparat voll mit Cordison sollte die nächsten 24 Stunden mein Begleiter sein. Mein Bein war schlimmer als vorher. Nur die Hölle. dann sollte ich aufstehen und ich dachte ich muss sterben. Konnte kaum laufen, aber ich bin nicht unter zu kriegen. Ich bin immer raus aus dem Bett und habe mich bewegt, war ja froh, dass ich überhaupt laufen konnte. Wurde auch immer besser und man wollte mich schon ausbremsen.....langsamer sollte ich tun, ich hab aber fleisig weiter geübt. Nach 4 Tagen hat man mich nach Hause entlassen, weil sie dringend Betten brauchten. War nicht böse darüber, denn ich wollte zu meinem Mann und meinen 3 Mädels (20, 13, 3 ), aber das ist der Nachteil an einer Uniklinik...alles schnell, schnell, schnell, nie den selben Doc bei dir und nur eine Nummer. Egal ich war wieder daheim und da wurde alles nur noch schlimmer.
Schmerzen im Bein und laufen nur mit zwei Krüggen. Mein Doc schickte mich wider zum CT, weil ihm die Sache nicht geheuer war und da hat man dann, gesehen, dass mein Rückenmark verletzt wurde...genau am Eingriff. Wie das passieren konnte will keiner sagen. Kann vor oder auch wärend der OP passiert sein. Nun sollte ich erneut behandelt werden mit Cordison. Unter Aufnahme vom Rücken wird dir das Zeug in die entsprechende Stelle gespritzt, voll unangenehm und wirklich gebracht hat das auch nichts, denn nach 3 Spritzen mußten wir aufhören, da ich so furchtbar viel Gewicht verloren habe (5,5 kg von 46 kg bei einer Körpergr.1,50) mit etwas über 40 kg sah ich aus, wie der Tod.
Meine Schmerzen gingen dann mit der Zeit weg und meine Wundheilung war auch schneller als bei anderen Patienten stellte mein Doc mit Begeisterung fest und ich glaube auch, das es am Aloe Vera lag, da die Wundheilung um 3-5 mal schneller geht als ohne und die Schmerzen nimmt es auch. Ich denke, wenn meine BS nicht rausgebrochen wäre, hätte ich keine OP gebraucht.
Habe aber auch jetz noch ab und zu dieses Taubheitsgefühl und dass wird sich bestimmt auch nicht mehr regennerieren, denn das verletzte Rückenmark sei wie bei einem Schlaganfall...abgestorbenes Gewebe kommt nicht wieder.... hatte also Glück im Unglück, hätte auch schlimmer enden können.
Gruß an alle Bandis
Silke