Karsten
15 Mär 2005, 13:09
Hallo Heidemarie,
Ja ja, die lieben Halbgötter. War auf jeden Fall richtig sich nen neuen Doc zu suchen wenn der alte so eine Nummer abzieht. Da hab ich auch so meine Erfahrungen mit. Das Beste war bisher einer bei dem ich seit drei Wochen einen Termin hatte. Dann kam es endlich zu dem Tag und ich saß mit üblen Rückenschmerzen fast sechs Stunden da. Nach mehrmaligen Nachfragen sagte man mir immer, es dauert nicht mehr lang. Tja, seltsam nur das die Privatpatienten da praktisch gleich von der Anmeldung zum Arzt vorgelassen wurden. Man hatte mir diesen Orthopäden wärmstens empfohlen, da er ja sooo gut sein sollte, desghalb wartete ich - blöd wie ich war- wirklich brav bis ich gegen 18 Uhr (mein Termin war um 12) endlich zum großen Meister vorgelassen wurde. Der schaute kurz auf die bisherigen Untersuchungsergebnisse und zuckte kurz mit den Schultern. Ich solle doch einfach in zwei Wochen wiederkommen und dann sehen wir mal ob es besser ist. Ich war kurz vor einem kleinen Amoklauf und wenn mir der Rücken nicht so verdammt weh getan hätte, dann wär ich dem Kerl sicher ins Gesicht gesprungen. Dieses überhebliche Kerlchen hat nur noch eine SEHR bunte Schimpfwortwelle von mir bekommen und sicher keinen zweiten Besuch.
Naja, ich wünsche dir jedenfalls mehr Glück und einen Arzt, der vielleicht mal mehr auf den Patienten als auf dessen Geldbeutel schaut.
Gruß
Karsten
Hallo Heidemarie,
Das kenne ich nur zu gut. Es ist ja meist auch akut wenn man bei Orthopäden anruft, aber diese "Wachhunde" in den Praxen lassen nicht mit sich reden. Mein Orthoäde sagt z. B. Wenn es akut ist kommen sie vorbei, aber wenn ich vorbei komme, komme ich nicht an diese Wachhunden vorbei. Die denken eben immer einen Hexenschuß o.ä. könnte man 3 bis 4 Wochen vorher wissen.
Es ist richtig, dass Du den Orth. gewechselt hast. Wenn Du da hingegangen wärst hätte der Dich wahrscheinlich ziemlich zur Schnecke gemacht.
Liebe Grüße
Heidemarie
15 Mär 2005, 15:33
Hallo Bandys,
Erst einmal danke für die zahlreichen aufmunternden Antworten, bin doch nicht ganz allein.
Zur Erklärung meiner Situation, ich musste vom Wirbelsäulenorthopäden aus in die Reha fahren, war auch bereits ziemlich überfällig gewesen. Aber die LVA hatte den AHB Antrag vom Krankenhaus ziemlich lange bearbeitet. Ich bekomme eine Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Zeit bis Ende 2005, die LVA ist der Meinung meine Erwerbsminderung kann nicht wieder hergestellt werden und hat die AHB abgelehnt. der Antrag lag nun bei der AOK auch da tat sich erst einmal garnichts bis ich dor angerufen habe. Die Aussage der Sachbearbeiterin war, haben wir völlig übersehen, ich schau mal. Am anderen Tag rief sie an und bot mir eine ambulante Reha in Dortmund an, dass hieß 9 Std. am Tag für mich unterwegs zu sein, dass hätte ich nie durchgestanden und habe es so der Dame mitgeteilt. dann habe ich meinen Operateur angerufen, es gab Meinungsverschiedenheiten, ich habe ihm gesagt dass ich auf eine Reha verzichten werde. Mein Ehemann hat dem Chefarzt ein Fax geschickt und darauf aufmerksam gemacht dass man bei einer Einschätzung des Alggemeinzustandes eines chron. Kranken alle diagnosen zusammen sehen muss, nicht nur die Wirbelsäule. Da ich sehr viele chron. schwere erkrankungen habe, muss man mich anderes einschätzen. Ein paar Tage später dann ein Anruf der AOK, sie bekommen von uns eine stationäre Reha in der Weserlandklinik in Vlotho Bad Seebruch, erst einmal war ich erfreut darüber. Dann der Tag der Abreise, ich wurde mit dem Taxi nach der Klinik gefahren, nobel dachte ich so. Aber leider kam schnell die ernüchterung beim Eintreffen in der Klinik. Als ich das Zimmer betrat ist mir gleich das Bett ins Auge gefallen, sehr tief, sehr weich, die Matratze eine tiefe Kuhle, also nicht Wirbelsäulengerecht. Ich habe mich an der Rezeption gemeldet und diesen Mangel angegeben, man versprach Abhilfe. Dann zum Stationsarzt ein Orthopäde. Der sah sich die Befundberichte oberflächlich an und meinte warum ich Gehhilfen benutze, ich antwortete wegen meiner Polyneuropathie, warum nehmen sie Mophium ein, wissen sie denn nicht dass dies süchtig macht. Wenn ich etwas zu sagen hätte, dann würde ich die Dosis herabsetzen, ich sagte nein dass werden sie nicht tun. Er sagte weiter, Wassergymnastik önnen sie nicht machen wegen ihrer Harninkontinenz dann pinkeln sie noch ins Becken. Er wollte mich in die Muckibude schicken, ich sagte erst einmal sehen was da so anliegt. Leider konnte ich dieses auch nicht, zu wenig Kraft. Bei der Einzelgymnastik kam der Therapeut, zeigte mir wie ich das Becken anheben und senken soll und verschwand auf nicht mehr wiedersehen. Bei der Entspannungstherapie im schrägen Dachgeschoß kleiner Raum 22 Patienten, en Teil auf dem Boden, die Anderen auf niedriege Holzstühle, der Raum hatte kaum Sauerstoff zu atmen gehabt. Der stationsarzt sagte mir noch, er glaube mir meine Sakroiliitis nicht, unwahrscheinlich bei einer Frau und außerdem würden die Blutwerte nicht dafür sprechen, ich habe gewagt diesem Herren zu widersprechen, er grinste unhöflich von oben herab. Irgendwie konnte er mich nicht leiden, ich ihm auch nicht. Der Blutdruck lag bei 175/95 ich hatte die Tabletten vergessen, er sagte ich werde welche von der Stationsschwester bekommen. Nach 2 Tgen hatte ich immer noch keine Tabletten, ich ging einmal ins Schwesternzimmer vorbei. Zu meinem Erstaunen sagte die Dame mir, wir haben kein Personal, sie hätten sich diese Tabletten abholen müssen und ermahnte mich. das Wasser zum täglichen Trinken musste man sich selber kaufen an der Bude in der Klinik, nur die hatte bereits tgl. um 10:30 Uhr geschlossen. Mit 2 Krücken sollte man sich das Wasser aufs Zimmer holen. Ich hab die Pflegestufe I und bin auf Hilfe in einigen Bereichen des tgl. Lebens angewiesen, aber man hat kein Personal gehabt. Ich sollte mich wenn es sein müsste von einem jungem Zivi Duschen lassen, ich verzichtete als Frau darauf. Das Essen am Anfang, ich hatte mich freiwillig auf Reduktionskost setzen lassen, 1200 kcal. aber nur ca. 800 kcal habe ich erhalten. Patienten mit Gehhilfen usw. wurden am Tisch bedient. 1 dünne trockene Scheibe Brot, 1 Scheibe durchsichtigen Käse sowie 1 Scheie durchsichtige Wurst und eine Tasse Tee, dass wars gewesen. Salate, Suppen usw. waren wohl Mangelware dort. Ich beschwerte mich und es hatte sich tatsächlich etwas zum Guten geändert. Ich war nun 1,5 Wochen dort 1x Wassergymnastik die der Arzt dann doch genehmigt hatte, 1 x Einzelgymnastik, usw. sonst nichts, gut für meine Rückenmuskelatur die sich weiter schonen durfte. Dann der Sturz beim Aufstehen aus dem Bett, es folgte Krankenhaus Durchgangsarzt, dass war gegen 10:15 Uhr und um 15:10 uhr war ich dann wieder in der Kurklinik gewesen. Alles wohlgemerkt im Stehen, denn dass Krankenhaus hatte alle Liegen besetzt und die Stühle waren zu tiefe. Starke Schmerzen hatte ich, denn ich hab mir ein kleines Wirbelgelenk verbogen und das drückt auf den Nerv, außerdem Zerrungen und Stauchungen. In der Klinik zurück musste ich sofort in Begleitung zum Oberarzt, ich konnte mich noch nicht einaml frisch machen denn ich war stark verschwitzt und war kaputt. Na ja dachte ich gehste mal mit, nur dass der mich 1,5 Std. vor der Tür warten ließ fand ich sehr extrem. Die Krankenschwester im Vorzimmer hatte dann erbarmen, sagte sie sind ja immer noch hier und ging einfach zum Arzt ins Sprechzimmer. Danach kam ich auch sofort dran, Mittagessen fiel aus, trinken hatte ich auch nicht gehabt. Es war dann 17:40 Uhr Abendessenszeit, ich bin gleich dort hingegangen denn ich hatte einen großen Apetit. Dann endlich um 18:15 Uhr war ich fertig und ging aufs Zimmer. Starke Schmerzen, Unbeweglichkeit eingeschränkt in meinem tun, hatte ich beschlossen die Kur vorzeitig abzubrechen, ich sprach den Arzt an, der hatte dann auch die Papiere fertig gemacht. Die KK habe ich informiert und die Klinikleitung auch, kein Wort der Entschuldigung oder des Bedauerns. Und dann dass im Anschluss daran mit dem Orthopäden, ich bin nur noch müde und schlapp.
Heidemarie
Liebe Heidemarie!!
Mal von mir ein paar

!! Da ist ja wirklich alles schief gegangen was schief gehen kann!! Mein gott, was glauben die denn wer sie sind???
Ich kann dir nur sagen, erhol dich mal , und dann heißt es wohl leider wieder weiter "sich durchbeißen"!!!
l.g.
und alles gute für morgen,
gigi
Hi Heidemarie
da hast Du ja ein echtes Erlebnis hinter Dir.
Ich weiss auch nicht was die Ärzte sich so denken.
Wenn es uns nicht gäbe hätten Sie doch kein Einkommen.
Es wird Zeit das die Ärzte von ihrem Sockel purzeln.
Hallo Heidemarie,
es tut mir sehr leid, was Dir da alles widerfahren ist.

Ist ja alles schiefgelaufen, was nur ging. Ich würde an Deiner Stelle der AOK einen detaillierten Bericht zukommen lassen, denn es kann ja sein, dass Du noch einmal eine Kur brauchst. Nachher heißt es, sie haben ja schon mal eine abgebrochen.
Wünsche Dir gute Besserung
LG Topsy
Hallo Heidemarie,
da ich gestern wahnsinnige Schmerzen hatte, habe ich entschlossen, zu meiner neuen Ortopädin, heute ohne Anmeldung nach Celle zu fahren.
Ca. 2 Stunden mußte ich warten. ätzend!!!!!!!
Dann hat sie sich wirklich gründlich meine Bilder angeschaut usw. Siehe meinen Bericht von heute!!
Nächste Woche ist mein eigentlicher Termin am Donnerstag und da fahre ich wieder hin, bekomme wieder eine Spritze. KG habe ich schon morgen Vormittag. Juhuuu..........
Ob es was bringt, weiß ich nicht. (Es lindert etwas)
Ich muß eben mit den Schmerzen leben.
Ich bin seit dieser Woche zu dem Entschluß gekommen, wenn ein Arzt nichts mehr für mich tut, wechsele ich. Habe heute auch 10€ bezahlt, weil ich ja von meiner Hausärztin schon eine Überweisung für den Ortho hatte.
Ist absolut nicht mein Ding, Ärzte zu wechseln, werde aber dazu gezwungen!
Viele Grüße Hanne
Hallo Heidemarie
puh, da ging die Reha aber voll daneben.
Haften die nicht sogar wenn sich jemand in ihren Räumlichkeiten verletzt bzw. haben die da nicht eine Versicherung oder so ?
Also ich würde versuchen die zur Kasse zu bitten, frag doch notfalls auch mal einen Anwalt. Eine einfache Beratung beim Anwalt kostet nicht viel.
Also ich würde mir das nicht bieten lassen. Und wenn man weiss was 1 Tag in der Reha kostet und dann so nen Knast-Frükstück........ oh man, Du Arme.
Wünsche Dir viel Kraft alles durchzustehen und zum Thema Orthopäden sag ich besser nix, die kommen bei mir ganz schlecht weg.
Und das absichtliche warten lassen ist mir leider auch schon passiert, weil ich das Kontrastmittel ablehnte (aus gutem Grund wohlgemerkt), ließ die mich doch 2 Std. stehen bis ich fast umkippte. Ich war 10 Tage vorher operiert worden und im Liegendtransport in die AHB gekommen und von dort liegend zum MRT und dann sollte ich dort aber 2 Std. stehen, na super. Wer weiss woher mein Narbengewebe jetzt kommt.
Also nochmal würde ich mir das nicht bieten lassen, hoffe das Du jetzt ganz liebe Ärzte findest.
LG
Mandy
Kariko
16 Mär 2005, 13:39
Hallo Heidemarie,
gut, dass du dich nach einem anderen Orthopäden umgesehen hast. Es ist so sch..was sich manche Ärzte herausnehmen. Auf der anderen Seite klagen sie immer wieder, dass die Krankenkassen Theater machen bei irgendwelchen Kostenübernahmen.
Meine Freundin arbeitet in einer Stelle, die mit den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Krankenkassen zusammen arbeitet, wenn es gerade um solche Fälle geht.
Wenn ein Arzt die s.g. Kassenzulassung hat, muss er einen patienten aufnehmen, der dringend einer Behandlung, bzw. einer Nachuntersuchung bedarf, andernfalls macht er sich der unterlassenen Hilfeleistung schuldig, wenn irgendwelche Folgen auftreten.
Aber leider hackt ja bekanntlich eine Krähe der anderen kein Auge aus. Es ist immer schwer, sowas dann auch zu beweisen.
Da hilft wirklich nur ein Arztwechsel. Aber du solltest dich trotzdem an die Kassenärztliche Vereinigung, die für deinen Wohnort zuständig ist wenden, denn die können nur agieren und diese Ärzte anmahnen, wenn ihnen solche Fälle bekannt werden.
Meine Freundin hat mir berichtet, dass Abmahnungen der "KV" schon so manchen dieser Halbgööter in Weiß zur Vernunft gebracht haben und sie sich wieder darauf besonnen, was eigentlich ihre Pflicht ist. Zu helfen!!!
Liebe Grüße
Kariko
Heidemarie
16 Mär 2005, 14:30
Hallo Bandys,
Gut dass man weiß man ist nicht alleine auf dieser Welt, es tat mir gut all die vielen Zusprüche von euch erhalten zu haben, danke.
War heute Morgen bei dem neuen Orthopäden, ich hatte auch nicht all zu lange warten müssen, wurde sehr gut empfangenund auch gut behandelt. Es sind neue Röntgenaufnahmen von der BWS gemacht worden weil es dort am meisten weh tut. Es stellte sich heraus, dass die gesamte Wirbelsäule von der Osteochondrose befallen ist Grad II und die Schmerzen da her kommen. Auch habe ich eine Lumbalbandage erhalten für die LWS. Schmerztabletten waren auch noch drin. So gut bin ich lange nicht mehr verstanden worden, ich habe mich richtig wohl gefühlt. nach Ostern wird richtig begonnen mit der Bhandlung, hätte nicht gedacht solch einen Arzt zu begegnen der noch Mensch ist.
Der andere Orthopäde der hat mir heute einen Brief geschickt, darin wollte er mir erklären warum er nicht helfen konnte, ich sollte mich an meinem Operateur wenden, denn der wäre für die postoperative Sache zuständig und nicht er, gut ne?
Heidemarie