Bandscheiben-Forum

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> OP - sinnvoll und Ablauf
ThommyIn
Geschrieben am: 05 Mär 2026, 12:31


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Hallo zusammen,

ich bin 35 Jahre alt und habe seit mittlerweile 7 Monaten ausstrahlende Schmerzen in linken Bein, ausgehend aus einem Bandscheibenvorfall L5/S1 mit entsprechender Nervenkompression.
Ich nehme seither Diclofenac (1-2x täglich 75mg), wodurch sich die Schmerzen ganz gut regulieren lassen - dennoch aber vorhanden sind. Im Dezember habe ich zudem 4 PRT-Spritzen erhalten, leider komplett ohne Wirkung. Mein Neurochirurg rät nun sehr stark zu einer OP, ich bin mittlerweile auch soweit dies anzugehen - da konservativ wohl keine Verbesserung in Sicht ist.

Haltet ihr die OP für sinnvoll und wie wäre hier der typische Ablauf insbesondere nach der OP - wie lange fällt man aus (Bürojob), wie ist allgemein der Zustand/Verlauf nach der OP. Vielen Dank für eure Erfahrungswerte und Einschätzungen.

Hier noch mein MRT-Bericht zur besseren Einschätzung:

Normale lumbale Lordosehaltung, erhaltene Wirbelkörperhöhen, keine Olisthese. Reduziertes
T2-Signal der Bandscheiben der unteren beiden LWS-Segmente, mäßige Höhenminderung des
Intervertebralraumes L5/S1. Im Segment L4/5 zeigt sich eine breitbasige Bandscheibenprotrusion mit
rechtsseitiger Betonung mit hier Tangierung der L5-Wurzel recessal. Im Segment L5/S1 ein kräftiger
links-mediolateraler NPP mit Kompression der S1-Wurzel recessal links und Dorsalverlagerung der
übrigen Kaudafasern links. In den übrigen LWS-Segmenten keine Protrusion oder NPP. Frei
durchgängige Neuroforamina. Allseits erhaltener Liquorreserveraum. Regelrechte Artikulation in den
kleinen Wirbelgelenken ohne relevante Hypertrophie. Partielle Abbildung der ISG ohne
Signalauffälligkeiten. Unauffällige paravertebrale Weichteile.
Beurteilung:
Beginnende Osteochondrose der unteren LWS. Keine foraminale oder spinale Enge.
L4/5: Rechts-mediolateral betonte Bandscheibenprotrusion mit Tangierung der rechten L5-Wurzel
recessal.
L5/S1: Kräftiger links-mediolateraler NPP mit Kompression der linken S1-Wurzel recessal,
zusätzliche Dorsalverlagerung der übrigen linken Kaudafasern.

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Pauline69
Geschrieben am: 08 Mär 2026, 11:24


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Hallo ThommyIn,

Leider hast du nicht geschrieben, welche Art der Operation bei dir eventuell durchgeführt werden soll.
Soll nur das herausgetretene Bandscheibenmaterial entfernt werden oder soll bereits die alte, komplette Bandscheibe entfernt werden und durch einen Cage ersetzt werden?

Soll das herausgetretene Material entfernt werden, kommt es an dieser Stelle für einige Wochen und Monate zu einer empfindlichen Schwachstelle.
Die eigentliche Bandscheibe ist ist von einem Faserring ummantelt, dieser ist bei einem Bandscheibenvorfall in der Regel gerissen, so dass der weiche Kern der Bandscheibe heraustreten kann.
Wenn man jetzt dieses Bandscheiben Material, was aus dem Faserring heraus getreten ist, entfernt, bleibt die offene Stelle am Faserring trotzdem erhalten, diese muss sich selber, durch Austrocknung verschließen.
Dadurch müsste man in den folgenden Wochen, nach solch einer Operation, mit diversen Bewegungen sehr, sehr vorsichtig sein, damit nicht neues Gewebe, bevor sich dieser Faserring wieder verhärtet hat, erneut herausrutscht.

Wie lange du ausfällst, kommt auf deine persönliche Situation an.
Wenn du bei deinem Büro Job zwischen sitzen und stehen wechseln kannst, könntest du sicherlich nach sechs wieder Wochen wieder anfangen zu arbeiten. Dauerhaftes, langes Sitzen wäre nicht gut.
Aber mit einem Keilkissen, gegebenenfalls mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch, ließe sich das, wenn alles gut läuft, sicherlich vereinbaren.

Viele Grüße,
Pauline



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