Bandscheiben-Forum

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> Erfahrung mit Bandscheibenprothesen LP-ESP
Bas1981
Geschrieben am: 20 Feb 2026, 21:34


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Hallo zusammen,

ich bin 44 J, vom Grundsatz her sportlich und Sport treibend, regelmäßig joggen, schwimmen, Radfahren (auch Rennrad), körperlich aktiv. 78 kg, 185 groß, männlich

Erste Erfahrungen mit "Rücken" im Alter von ca 17 Jahren beim Schulsport, danach mehr und weniger "rückensensibel", zwei BS Vorwölbungen, aber alles kein Drama und immer nach einigen Tagen verschwunden.

Seit letztem Jahr im Mai 2025 begann dann aber plötzlich ein Durchbrechschmerz in der unteren LWS, hielt bis September 2025. Morgendlicher Anlaufschmerz. Bei Bewegung haben die
Schmerzen abgenommen. Dann Schmerzpeaks (VAS 8). Im November erhielt Voltaren 75m 1-0-1 und Kortison; ohne Besserung. Ab Dezember PRT L4/5 bds., was deutlich
geholfen hat. Zu diesem Zeitpunkt auch Physio, Pilates und KG-Training an Geräten, welches mir aber nicht gut getan hat. Aber Schmerzen weiterhin bei 4-5.

Nun der Rückschlag: BS Vorfall L5/S1

Endplattenunregelmäßigkeiten L4/S und nur gering L5/SI dorsal, in beiden Etagen aber mit Sklerosesaum.
Höhenminderung insbesondere dorsal in beiden Höhen und damit konsekutiver Hochstand der unteren Facetten.
Keine Spondylarthrose.
Discopathie LA/5 1° und LS/S1 I°. Frischer LS/SsI mediolateraler NpP links betont. Die radikuläre Symptomatik ist aber durch die NF
Stenose LS/SI links bedingt, wo die L5-Wurzel links komprimiert wird.
Akut aber keine Beinträchtigungen durch den BS. Bin schmerzfrei (auch wegen EPI-Spritze) und habe weder Lähmungen noch taub.

Nun kommt die Empfehlung eines Neurochirurgen, weswegen ich um Eure Meinung bitte:

"ES besteht eine relative OP-Indikation zur Versorgung der beiden Etagen L4 bis S1 mit Bandscheibenprothesen, um die Höhe und die Mobilität wieder herzustellen. In gleicher Sitzung kann
dann auch von ventral der Vorfall LS/SI entfernt werden"

Mir wurde die LP-ESP empfohlen.

Wer hat Erfahrungen hiermit? Gute oder Schlechte??
Wer hat es tatsächlich durchführen lassen?

Bin echt ratlos und kann die Entwicklung kaum fassen. Zwei Ärzte (Orthopäde und Neurochirurg, bei denen ich in der Vergangenheit mal war - haben mir von diesem Verfahren abgeraten, da zu riskant..)

Vielen Dank für Eure Hilfe.
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Bas1981
Geschrieben am: 21 Feb 2026, 05:52


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Ach so, Ergänzung:

der Durchbrechschmerz wurde durch eine erosive Osteochondrose verursacht:

L4/L5 Modic 1
L5/S1 Modic 2

Angegriffene Deckenplatten, teilw. Zysten
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paul42
Geschrieben am: 22 Feb 2026, 13:05


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Hallo Bas1981

Deine Beschwerden sind durch zu schnelles Wachstum (morbus Scheuermann) entstanden, was sich heute als Osteochondrose darstellt.

Hier konnten sich die BS nicht richtig an den Deckenplatten den WBK entwickeln.

Eigentlich werden heute kaum noch Prothesen verwendet, da sich deren Haltbarkeit nicht wirklich bewährt.

Es gibt leider zu viele Beiträge, wie die Leute bei defekten Prothesen vergeblich nach Hilfe und Schadensregulierung suchen.

Eine solche OP erfolgt immer dorsal und abdominal über Zugang der Bauchdecke wobei die Prothese unter Aufspreizen zweier WBK unter Spannung eingeklemmt wird.
Bei zu geringer Klemmspannung besteht das Risko des Verrutschens und bei zu großer Spannung kann die Prothese auch den Deckenplatten einbrechen.

Anschließend muss man dem Implantat und dessen Haltbarkeit wohl oder übel vertrauen.
Dein Arzt möchte dann anschließend von ventral den Vorfall über Zugang über den Rücken entfernen.

Auf lange Sicht ist bei notwendigem BS- Ersatz die operative Versteifung möglicherweise die bessere und sicherste Wahl.

Hier wird ein Platzhalter mit Knochenspende gesetzt, damit das marode BS Fach verknöchen kann.

Ich würde dir unbedingt noch eine zweite fachärztliche Meinung in einer Uni Klinik empfehlen.

Viele Grüße


paul42












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