Bandscheiben-Forum

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> Bandscheibenschäden mit Radikulopathie
Münchnerin
Geschrieben am: 09 Jan 2026, 15:14


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Hallo alle zusammen,

ich bin 50 Jahre alt, weiblich und hatte vor 5 Jahren einen rechtsseitigen Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule (L4/L5). Ich habe erst PRT-Spritzen und physikalische Therapie und später Physiotherapie bekommen.
Ich hatte relativ wenig Beschwerden - etwas Kribbeln im rechten Bein und vereinzelt Schmerzen, für die Paracetamol völlig ausgereicht hat.

Vor etwa 10 Tagen bin ich gestolpert und hatte danach brennende Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich. Diese haben irgendwann in das rechte Bein und in die Hüfte ausgestrahlt. Manchmal brennt es bei mir auch im Genitalbereich.

Gestern war ich deswegen beim Orthopäden. Er war sehr unter Zeitdruck, hat nur kurz meine Lendenwirbelsäule durch die Hose abgetastet und meinte, ich soll erstmal eine Lumbalbandage tragen. Wenn es in 3 Wochen nicht besser ist, soll ich anrufen, dann veranlasst er eventuell eine Bildgebung. Schmerzmittel oder sonstige Empfehlungen habe ich nicht bekommen.

Als ich die Diagnosen auf der Verordnung gelesen habe, hat mich fast der Schlag getroffen. Dort steht "Diagnosen: M99.03 Segmentale und somatische Funktionsstörungen: Lumbalbereich (lumbosakral), M51.1 Lumbale und sonstige Bandscheibenschäden mit Radikulopathie (G55.1*)

Ich habe sicherheitshalber für den 14.01. einen Termin bei einem zweiten Orthopäden ausgemacht. Das ist in 5 Tagen. Dieses ständige Brennen macht mir wahnsinnige Angst. Solche Beschwerden hatte ich bei meinem früheren Bandscheibenvorfall nicht. Heute morgen waren die Beschwerden besser, jetzt sind sie stärker.
Aber ich höre auch ständig in mich hinein und schiebe große Panik. Ich habe ständig Angst vor dem Cauda-Syndrom und weiß nicht, wie ich die Zeit bis zum Termin überstehen soll.
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paul42
Geschrieben am: 10 Jan 2026, 11:30


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Hallo Münchnerin

Wenn du bereits schon Probleme mit den BS hattest, wäre es besser einen NC aufzusuchen und dort nach Rat zu fragen.
Für eine genaue Beurteilung wäre jetzt nach der Verschlechterung ein MRT erforderlich.

Zu dem was auf der Verordnung steht brauchst du keine Panik haben, denn es ist nur eine grobe Umschreibung.

Grob genommen steht da nur, Schmerzen im Bereich der LWS aufgrund einer neuronalen Beteiligung mit ungesicherter Diagnose.
D.h. irgendwas irritiert die Nerven, wobei noch unklar ist, wie stark und wodurch?

Es beginnt mit Taubheit und Kribbeln, gefolgt von Brennschmerz und muskulären Krämpfen bis schlussendlich bei starker Kompression motorische Ausfälle entstehen können.

Versuche dich trotzdem regelmäßig zu bewegen, damit sich keine Schonhaltung einstellt.

gute Besserung

paul42
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Münchnerin
Geschrieben am: 10 Jan 2026, 14:02


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Hallo paul42,

danke für Deine Antwort.

An einen Neurochirurg habe ich auch schon gedacht. Leider bekomme ich dort erst später einen Termin, aber für alle Fälle habe ich einen gebucht.
Der Orthopäde, bei dem ich am 14.01. bin, ist wenigstens Wirbelsäulenspezialist und hat laut der Praxishomepage einen kurzen Draht zu NC und anderen Fachärzten.

Ich denke auch, dass ich ein MRT brauche, darum habe ich ja einen anderen Termin vereinbart. Die Aussage meines Orthopäden "machen Sie mal irgendwas, und in 3 Wochen sehen wir weiter, ob wir vielleicht ein MRT machen" gefällt mir gar nicht.

Ich habe halt auch seit einer Weile chronische Schulterverspannungen, die ich mit Osteopathie und Physioübungen lange im Griff hatte, aber jetzt nicht mehr. Meine rechte Schulter fühlt sich nicht gut an, und der Nacken auch nicht. Ich weiß aber nicht, ob das auch Einfluss auf die Lendenwirbelsäule hat.

Nachts finde ich kaum noch eine bequeme Haltung und schlafe nicht gut - das verstärkt wahrscheinlich meine Beschwerden.

Bisher war ich viel auf dem Heimtrainer, aber das tut mir im Moment nicht gut. Spaziergänge gehen, aber heute ist in meiner Gegend überfrierende Nässe, da gehe ich lieber nicht raus - oje, ich klinge schon wie eine 80jährige :traurig2
Aber ich mache die Physioübungen, die mir nicht weh tun. Und meine Wohnung ist im 3. Stock in einem Haus ohne Aufzug. Ich gehe jeden Tag mehrmals die Treppe hinunter und hinauf.
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paul42
Geschrieben am: 10 Jan 2026, 16:44


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Hallo Münchnerin

Hast du schriftliche Vorbefunde, wenn du bereits schon einen BSV hattest und
konservativ behandelst wurdest?

Es sollte dringend abgeklärt werden, ob hier eine Verschlechterung entstanden ist?

Du merkst ja bereits, dass derzeit nur noch moderate Bewegung möglich ist, denn jeder Schritt übt Kompression auf die BS aus.

Wenn du bereits auch Beschwerden im Oberkörper hast, kann das ein Hinweis auf Muskelhartsporn in Folge einer Schonhaltung sein.
Hier kann manuelle Therapie und lokale Wärme sehr gut helfen, um die Verspannungen zu lösen.
Für die Nacht hilft dir eventuell ein Kissen zwischen den Knien und achte drauf, dass dein Kopf möglichst waagegerecht in Seitenlage auf dem Kopfkissen liegt.

Was hat dir dein bisheriger Arzt an Medikamenten gegen Schmerz angeboten?

In deiner jetzigen Situation sind Medis vermutlich einigermaßen hilfreich, um Schmerzspitzen zu unterdrücken, damit man einigermaßen Schlafen kann.

Gute Besserung

paul42
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Münchnerin
Geschrieben am: 10 Jan 2026, 16:55


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Hallo Paul,

bei meinem früheren BSV war ich bei einer anderen Praxis. Ich habe nur noch die MRT-Bilder, mehr nicht.

Wärme finde ich sehr unangenehm.

Gestern beim Einschlafen lag ich auf der linken Seite, aber als ich aufgewacht bin, lag ich auf dem Bauch. Das ist natürlich nicht gut. Ich schlafe im Moment auch ohne Kissen.

In 4 Tagen habe ich den Arzttermin. Früher geht leider nicht.

Mein jetziger Orthopäde hat mir keinerlei Schmerzmedikation angeboten. Ich habe Paracetamol probiert - das hilft natürlich nicht. Auf Ibuprofen reagiere ich leider extrem allergisch.

Ich muss mich jetzt irgendwie durchwursteln. Dummerweise bin ich auch noch Freiberuflerin und habe Aufträge zugesagt. Aber ich arbeite ausschließlich im Homeoffice und stehe zwischendurch oft auf.
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Münchnerin
Geschrieben am: 10 Jan 2026, 17:49


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Update: Ich habe jetzt doch einen Termin für Montag bei einem Neurochirurgen gebucht.Uch habe nur noch Panik.
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paul42
Geschrieben am: 11 Jan 2026, 12:55


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Hallo Münchnerin

Erfreulich das du doch schnell einen Termin bekommen hast.

Nimm die alten Bilder zur Vorinformation besser ruhig mit, so dass sich der NC schon mal grob orientieren kann.

Wichtig neben den neuen MRT- Bildern wäre die körperliche Untersuchung.

Bei Verdacht auf BSV lässt sich das ausgestreckte Bein nur noch begrenzt anheben.
Gleichzeitig sollte Zehen- und Hackenstand, sowie der Kraftgrad der Füße untersucht werden.
Wo würdest den Schmerz bei 0-10 auf der Skala einordnen?

Bitte achte in Zukunft darauf, dass du neben den Bildern auch schriftliche Befunde hast.

Toi Toi für Morgen. :up :up

paul42

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Münchnerin
Geschrieben am: 11 Jan 2026, 14:24


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Hallo paul42,

beim alten MRT habe ich zwar einen Befund bekommen aber ich weiß leider nicht, wo der ist.
Ich war öfter bei der Radiologiepraxis. Dort kann ich all meine Befunde online ansehen, aber der Befund von dem MRT ist nicht eingestellt. Mit einem QR-Code und meinem Geburtsdatum oder einem Link samt Zugangscode und meinem Geburtsdatum kann man die Bilder ansehen.

Ich kann auf den Zehenspitzen und den Fersen gehen. Ich kann auch einbeinig auf den Zehenspitzen stehen. Seit meinem Bandscheibenvorfall stehe ich aber rechts deutlich schlechter auf den Zehenspitzen als links. Das ist nicht neu.
Im Liegen kann ich beide Beine wunderbar heben. Ich kann auch ganz normal gehen, fühle mich aber unsicher. Mein Mann sagt aber, dass man das nicht merkt. Meine Nervenschmerzen scheinen auch zurückzugehen. Ich würde sie jetzt auf 3/10 einstufen.
Mir macht aber Sorgen, dass ich seit ein paar Tagen auch noch Schmerzen in der oberen Wirbelsäule zwischen den Schulterblättern habe. Meine rechte Schulter ist auch verspannt, und ich habe immer wieder brennende Nadelstiche im rechten Arm und in der rechten Schulter. Und ich bin Rechtshänderin. Den Arm kann ich aber normal benutzen.
Vorher habe ich die Waschmaschine angelassen. Beim Befüllen hatte ich so einen brennenden Schmerz im rechten Nacken, im rechten Hals und im rechten Arm. Der Schmerz ist aber schon wieder besser.
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Münchnerin
Geschrieben am: 11 Jan 2026, 16:53


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Neues Update: Eben habe ich Wäsche aufgehängt. Erst ging es gut, danach habe ich Nervenschmerzen im rechten Bein bekommen. Jetzt liege ich in Stufenlagerung auf dem Sofa.
Mir graut es morgen vor dem Weg zum NC. Daheim 3 Stockwerke hinuntergehen, dann etwa 800 Meter zur S-Bahn, dort wieder eine Treppe hinauf, dann 7 Stationen in der S-Bahn sitzen und dann der relativ weite Weg innerhalb des Zielbahnhofs und dann in die Praxis. Und später alles wieder zurück.
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Münchnerin
Geschrieben am: 12 Jan 2026, 13:19


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Jetzt habe ich den Termin beim Neurochirurgen hinter mir. Er hat einige Funktionstests gemacht und die Reflexe getestet. Einige Tests sprachen eher für eine Bandscheibensache, andere für einen Hexenschuss.
Er hat mir eine Überweisung zum MRT gegeben. Am 21.01. ist das MRT, danach bin ich wieder beim Neurochirurg. Die Radiologie und der Neurochirurg sind im selben Gebäude.
Als Schmerzmittel hat er mir erstmal Talvosilen forte verschrieben. Das musste ich in der Apotheke bestellen. Heute ab 18 Uhr ist es abholbereit. Das darf mein Mann holen.
Wenn mir das Talvosilen forte nicht oder nicht ausreichend hilft, verschreibt er mir Tilidin.
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