Bandscheiben-Forum

Dieses Forum ist eine private Initiative von Betroffenen.
Nur durch das persönliche Engagement von Admins, Moderatoren und Betreuern - jenseits eines kommerziellen Betriebes - sind wir in der Lage, ein Forum zum neutralen Erfahrungsaustausch - unabhängig - zu betreiben.
Wir bitten daher alle Firmenrepräsentanten, unsere Unabhägigkeit zu unterstützen und durch Verzicht auf Produkt- und Firmennennungen das Forum werbefrei zu halten.

Die Informationen, die in diesem Forum gegeben werden, sind von Laien für Laien,
und können und sollen in keinem Fall eine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung ersetzen.


6 Seiten: ««<3456 ( Zum ersten neuen Beitrag
 
Reply to this topicStart new topic

> Bandscheibenschäden mit Radikulopathie
Münchnerin
Geschrieben am: 07 Feb 2026, 07:05


Öfter dabei
*

Gruppe: *Mitglied*
Beiträge: 41
Mitgliedsnummer.: 28.941
Mitglied seit: 04 Nov 2021




Hallo Ihr Lieben,

da bin ich wieder. Gegen meine allergische Reaktion muss ich Prednisolon und Desloratadin nehmen. Das Metamizol und das Prinidol hat mein Hausarzt gestrichen. Das Tilidin darf ich noch bis morgen nehmen. Das Pregabalin darf ich weiterhin nehmen.

Ansonsten war ich gestern wieder beim Neurochirurg. Meine MRT-Bilder aus dem Krankenhaus sind da. Die Bilder sehen nicht besonders dramatisch aus. Ich habe ein paar minimale Bandscheibenvorwölbungen. Tja, aber ich habe nun einmal brennende Nervenschmerzen im rechten Arm, und der Arm verkrampft auch regelmäßig. Der Neurochirurg hat mir dagegen Physiotherapie und Geduld empfohlen.

Für weitere Physiotherapierezepte in diesem Quartal hat mich der Neurochirurg an meinen Hausarzt verwiesen. Ich weiß nicht so Recht, was ich davon halten soll.

Ansonsten meinte er, dass ich auch zum Neurologen gehen kann. Kann ich einfach so zum Neurologen oder brauche ich dafür eine Überweisung? Und auf einen Termin beim Neurologen wartet man ja auch lange.

Richtig zufrieden bin ich damit nicht. Was ist Eure Meinung dazu?

Liebe Grüße, Münchnerin
PMEmail Poster
Top
paul42
Geschrieben am: 07 Feb 2026, 11:03


PremiumMitglied Silber
Group Icon

Gruppe: Betreuer
Beiträge: 2.912
Mitgliedsnummer.: 19.053
Mitglied seit: 18 Jul 2011




Hallo Münchnerin

Eigentlich ist es gar nicht so verkehrt, wenn du deine Rezepte von verschiedenen Ärzten erhältst.

Du kannst durchaus mal zum Neurologen gehen, um die Leistungsfähigkeit / Reaktionszeit beteiligter Nerven beurteilen zu lassen.

Dein HA kann dir die Überweisung auch geben.
Meist macht es aber erst nach 3 Monaten nach einen Akutereignis Sinn.

Möglicherweise verschreibt er dir auch ein Rezept.

Ein Rezept sind meist 6 Anwendungen 1-2 die Woche.

Du erhältst i.d.R. leider nur ein Folgerezept pro Therapieform.
Jede Praxis darf jedoch nur eine Therapieform abrechnen, d.h. für manuelle Therapie und KG oder Physio brauchst du mind. zwei Praxen.

Je 1 Termin MT und Physio pro Woche, bei 2 Rezepten, ermöglicht dir fast 3 Monate therapeutische Betreuung.

Wenn du beruflich viel zu tun hast, entsteht unweigerlich auch Stress und körperliche Verspannung.

Aus meiner Sicht geht es vorrangig erstmal darum die Verspannung im Oberkörper mit manueller Therapie zu behandeln.

Was ich mir gut vorstellen könnte, wäre auch Schlingentischbehandlung für deine LWS.

Viele Grüße

paul42
PMEmail Poster
Top
Kater Oskar
Geschrieben am: 07 Feb 2026, 11:03


BoardIngenieur
***

Gruppe: *Mitglied*
Beiträge: 709
Mitgliedsnummer.: 3.694
Mitglied seit: 06 Nov 2005




Hallo Münchnerin,

da Du geschrieben hast

Zitat

Wärme finde ich im Moment extrem unangenehm. Das befeuert meine Schmerzen. Ich bevorzuge Kälte.


habe ich überlegt, ob eine Behandlung in der "Kältekammer" Dir helfen würde. Ich denke, so was gibt es im Bereich München garantiert, natürlich müsstest Du zunächst mit dem Doc sprechen, ob das bei Dir von den Beschwerden her, möglich wäre.

Ich habe vor Jahren so eine Behandlung gemacht und mir hat es sehr gut getan. War insgesamt 73 Mal in der Kammer. Man trägt dabei lediglich Badebekleidung, eine warme Mütze, Handschuhe sowie warme Schuhe. Sieht lustig aus, so mit Badehose oder Badeanzug. Dann betritt man einen Vorraum, der auf minus 60 Grad gekühlt wird, damit der Schock nicht so groß ist. Nach kurzer Zeit geht es dann in die richtige Kältekammer, in welcher minus 110 Grad sind. Dort bleibt man für drei Minuten, wobei man sich bewegt. Wir waren immer mit drei Patienten drin und liefen langsam im Kreis. Über eine Glasscheibe wurde man die ganze Zeit von einer Therapeutin/Schwester überwacht, man konnte auch abbrechen, was viele Patienten zu Beginn der Behandlungen getan haben. Ist am Anfang gewöhnungsbedürftig, kurze Zeit später hat es mir echt Spaß gemacht.

Die Schmerzen sind/waren nach der Behandlung minimiert. Nun durfte man sich anziehen, aber nicht warm duschen sondern hatte (ich war damals in einer Akutklinik) danach sportliche Anwendungen, die durch die verminderten Schmerzen dann möglich waren.

Wie gesagt, eventuell würde es Dir helfen.

LG, Kater Oskar
PMEmail Poster
Top
Münchnerin
Geschrieben am: 07 Feb 2026, 14:48


Öfter dabei
*

Gruppe: *Mitglied*
Beiträge: 41
Mitgliedsnummer.: 28.941
Mitglied seit: 04 Nov 2021




Hallo Ihr Lieben,

vielen Dank für Eure Beiträge!

@paul42, leider habe ich im Moment nur ein Physiorezept für die LWS für KG und Traktion. Mein Oberkörper ist wirklich extrem verspannt. Daheim mache ich die Übungen, die mir die Physiotherapeutin im Krankenhaus gezeigt hat. Bis jetzt merke ich keine Wirkung.
Arbeiten geht bei mir nicht. Ich bin ja Freiberuflerin und arbeite ausschließlich am PC. Ich habe zwar einen tollen ergonomischen Bürostuhl, aber mein Schreibtisch ist nicht wirklich ergonomisch. In jüngeren Jahren war das kein Problem für mich, aber jetzt mit 50 ist das nichts mehr für mich. Bevor ich wieder arbeite, brauche ich einen neuen Schreibtisch.
Letzte Woche war ich sowieso bei meinem HA und habe ihn auf ein Rezept für Physiotherapie angesprochen. Vielleicht kriege ich das im März - er hat gleich wegen seinem Budget gejammert. Ansonsten muss ich wieder zum Neurochirurg oder vielleicht zum Orthopäden. Im Moment bin ich eigentlich nicht mobil. Hoffentlich ändert sich das bald wieder.
Ich wohne übrigens nicht direkt in München, sondern im Umland...

Liebe Grüße, Münchnerin
PMEmail Poster
Top
paul42
Geschrieben am: 07 Feb 2026, 16:01


PremiumMitglied Silber
Group Icon

Gruppe: Betreuer
Beiträge: 2.912
Mitgliedsnummer.: 19.053
Mitglied seit: 18 Jul 2011




Hallo Münchnerin

Ich vermute auch, dass dich das Arbeiten am Schreibtisch immer wieder in eine nicht optimale Sitz und Haltung führt.

Dein Oberkörper und Kopf ist stets nach vorn geneigt, während die Schultern zunehmend nach innen gedreht sind.

Höhenverstellbare Schreibtische, Stehpulte machen da schon Sinn und sind recht günstig auch ohne Förderung der gesetzl. Rentenversicherung zu erwerben.

Selbst wenn du den Schreitisch oder nur den Monitor erhöhst, hättest du schon einen ergonomischen Effekt.

Aus meiner Sicht geht’s erstmal um muskuläre Entspannung, anstatt mit Verspannungen irgendwas zu trainieren.

Viele Grüße

paul42
PMEmail Poster
Top
Münchnerin
Geschrieben am: 09 Feb 2026, 12:08


Öfter dabei
*

Gruppe: *Mitglied*
Beiträge: 41
Mitgliedsnummer.: 28.941
Mitglied seit: 04 Nov 2021




Hallo paul42,

danke für den Tipp mit der muskulären Entspannung. Das werde ich meinem Physiotherapeuten sagen.

Dummerweise habe ich die Bilder vom aktuellen MRT meiner LWS noch nicht. Ich habe deshalb schon zweimal beim Krankenhaus angerufen. Jedesmal haben sie mir eine CD mit den Bildern vom MRT meiner LWS aus dem Jahr 2021 geschickt. Das hilft mir aber nicht. Ich muss wohl ein Einschreiben hinschicken. Das nervt mich ziemlich.

Morgen bin ich nochmal bei meinem Hausarzt. Mal sehen, was er sagt.

Anfang März habe ich einen Termin bei einem Orthopäden, der auf Wirbelsäulen spezialisiert ist. Schaden kann das ja nicht.

Und ich schaue noch nach einem Neurochirurg. Im Januar war ich bei einem, aber die Praxis hat im Moment Urlaub.

Liebe Grüße, Münchnerin
PMEmail Poster
Top
Pauline69
Geschrieben am: 09 Feb 2026, 22:31


PremiumMitglied Silber
Group Icon

Gruppe: Betreuer
Beiträge: 2.054
Mitgliedsnummer.: 27.762
Mitglied seit: 02 Dez 2018




Liebe Münchnerin,

ich habe mir gerade mal den gesamten Verlauf Deines Beitrages durchgelesen.

Was mir dabei aufgefallen ist, ist, dass du sehr, sehr viele verschiedene Ärzte in den letzten Wochen und Monaten aufgesucht hast.
Grundsätzlich würde ich sagen, ist das nicht von Vorteil, da Du bei jedem Arzt wieder von vorne anfängst.

Die beiden MRTs, der HWS und der LWS, zeigen, laut Bericht, keinen dramatischen Befund.
Es gibt keine hochgradigen oder absoluten Spinalkanalstenosen und auch keine hochgradig, eingeengten Nervenaustrittslöcher (Neuroforamen) und vor allen Dingen keine Myelopathie (Rückenmarksschädigung).

Neurologisch bist du sicherlich stationär in der Klinik gut untersucht worden, oder?
Wurden außer der MRTs und der Messungen der Nervenleitgeschwindigkeit noch weitere Untersuchungen durchgeführt?
Gab es eine Liquorfunktion und ein so genanntes EMG?
Wurden neurologisch, die sensiblen Bahnen gemessen, SSEP?

Deine Schmerzen und deine Beschwerden erscheinen mir deutlich zu ausgeprägt, als dass sie mit dem Befund der HWS der LWS in Einklang gebracht werden können.

Sich grundsätzlich, mit diesem Beschwerdebild, einen ambulanten Neurologen zu suchen, ist sicher sinnvoll.
Jedoch mehr, um einen Ansprechpartner zu haben und um den weiteren Verlauf, unter ärztlicher Kontrolle zu haben.
Wenn ich davon ausgehe, dass in der Klinik alle neurologischen Untersuchungen gemacht worden sind, würde es aktuell keinen Sinn machen, diese Untersuchungen, mit kurzem, zeitlichen Abstand, zu wiederholen.

Ich würde dir empfehlen, bei dem zuletzt besuchten Neurochirurgen zu bleiben.
Seine Vorgehensweise erscheint mir schlüssig.

In Bezug auf die beiden MRTs, erscheint mir deine Medikation ausgesprochen hoch.
Hingegen ist das Pregabalin noch extrem niedrig dosiert (wie auch Rudi bereits geschrieben hat) und Pregabalin ist von Deinen Medikamenten das einzige Medikament, dass gegen Nervenschmerzen wirkt.
Unter 2x täglich 75 mg zeigt es jedoch vermutlich kaum eine Wirkung.
Eine mittlere Dosis wäre 2x täglich 150 mg, die Höchst Dosierung 2x täglich 300 mg.

Eine gute Physiotherapie, insbesondere die manuelle Therapie, kann sehr hilfreich sein hartnäckige Verspannungen zu lösen.
Ein Muskelrelaxans könnte man ebenfalls insbesondere für den Abend versuchen. Es gibt sehr viel verschiedene.

Bei diesem doch sehr hohen Schmerzniveau, welches du beschreibst, macht es in meinen Augen keinen Sinn, die Schmerzmittel fast komplett abzusetzen. Du gerätst dann nur noch in weitere Schonungen, was wiederum zu weiteren Schmerzen führen wird.
Versuche, diesbezüglich, mit deinem behandelnden Neurochirurgen einen guten, akzeptablen Weg zu finden.

Ich wünsche dir gute Besserung und viele Grüße,
Pauline


PMEmail Poster
Top
Münchnerin
Geschrieben am: 10 Feb 2026, 09:58


Öfter dabei
*

Gruppe: *Mitglied*
Beiträge: 41
Mitgliedsnummer.: 28.941
Mitglied seit: 04 Nov 2021




Hallo Pauline69,

auf Deinen Beitrag gehe ich später ein.

Grundsätzlich bin ich schon dafür, dass eine Behandlung in einer Hand bleibt.

Im Moment bin ich einfach nur verzweifelt und weiß nicht weiter. Letzte Woche hat mich der Neurochirurg für die weitere Behandlung, zumindest in diesem Quartal, an meinen Hausarzt verwiesen, weil sein Budget aufgebraucht ist.
Heute war ich beim Hausarzt. Er sagte, dass er ohne schriftlichen Befund vom Neurochirurg nichts machen kann und dass der Neurochirurg außerdem regelmäßig prüfen müsste, wie ich mit der Medikation zurechtkomme. Der Neurochirurg hat mir Pregabalin für 4 Wochen verschrieben, dann ist aber das Quartal noch nicht zu Ende.
Ich habe den Hausarzt gefragt, ob ich dann zum Orthopäden, Neurologen oder zu einem anderen Neurochirurg gehen kann. Er meinte, dass das wegen der Krankenkasse schwierig ist und man eigentlich nicht wegen derselben Sache zu mehreren Fachärzten gehen kann. Nun stehe ich da und habe außer der Restpackung Pregabalin eine Physiotherapie-Verordnung wegen meiner Lendenwirbelsäule. Das kann doch nicht sein.

Ich will nicht schon wieder wegen nicht ausreichender Medikation den Bereitschaftsdienst oder Notarzt rufen müssen. Dort bekomme ich auch sowieso nur eine Spritze?

@Pauline69, fällt Dir vielleicht dazu eine Lösung außer als Selbstzahler zu einem Arzt zu gehen?

Hat sonst jemand von Euch einen Tipp für mich, was ich machen könnte?

Viele Grüße,

Münchnerin

Bearbeitet von Münchnerin am 10 Feb 2026, 09:58
PMEmail Poster
Top
Pauline69
Geschrieben am: 10 Feb 2026, 11:14


PremiumMitglied Silber
Group Icon

Gruppe: Betreuer
Beiträge: 2.054
Mitgliedsnummer.: 27.762
Mitglied seit: 02 Dez 2018




Hallo Münchnerin,

Das scheint wirklich nicht gut, mit deinen aktuell, behandelnden Ärzten zu laufen.
Natürlich sollte Dir entweder der Neurochirurg oder eben auch dein Hausarzt, das Pregabalin und die Schmerzmittel weiter verordnen.

Dass dir dein Neurochirurg, ich vermute, ein ambulanter Arzt, die weitere Medikation verwehrt, ist, menschlich, nicht in Ordnung.
Wenn dem aber so ist, sollte mindestens dein Hausarzt einspringen.

Das Risiko, bei einem Arztwechsel, sehe ich in folgendem.
Der neue Arzt hält das Medikament Pregabalin nicht für notwendig und verschreibt es deswegen ebenfalls nicht.

Ein Problem mit den Krankenkassen wirst du nicht bekommen! Das halte ich für deutlich übertrieben.
Klar, du solltest nicht fünf verschiedene Neurochirurgen oder drei verschiedene Hausärzte aufsuchen.

Das ist wirklich eine sehr doofe Situation.
Ich würde noch einmal versuchen in der Praxis, des behandelnden Neurochirurgen, anzurufen, und um ein neues Rezept bitten.

Ansonsten hilft vermutlich wirklich nur ein kompletter Arztwechsel, denn letztendlich entscheidet der Arzt, was er wem verordnet.

Viel Erfolg und liebe Grüße,
Pauline
PMEmail Poster
Top
paul42
Geschrieben am: 10 Feb 2026, 12:22


PremiumMitglied Silber
Group Icon

Gruppe: Betreuer
Beiträge: 2.912
Mitgliedsnummer.: 19.053
Mitglied seit: 18 Jul 2011




Hallo Münchnerin

Oje, immer dieser Papierkram der alles behindert und verzögert.
Du siehst ja, ohne Befunde insbesondere Papier ist es schwer weiter zu kommen.

Telefon und Fax sind doch bereits schon erfunden.

Du könntest mal hier schauen. Klick mich
Das MVZ Dr. Schneiderhahn & Kollegen bietet Zweitmeinungen an, auch wenn du bereits in Behandlung bist.

Wenn der bisherige NC die medikamentöse Behandlung und Betreuung nicht gewährleisten kann, brauchst du dringend Ersatz.
Inbesondere das Ausschleichen aufdosierter Medikamente soll unter ärztlicher Begleitung erfolgen und das würde ich unbedingt mit erwähnen, zu mal die Therapie noch gar nicht abgeschlossen ist.

Viele Grüße

paul42

PMEmail Poster
Top

Topic Options 6 Seiten: ««<3456 Reply to this topicStart new topic

 



[ Script Execution time: 1.9929 ]   [ 23 queries used ]   [ GZIP aktiviert ]

LoFi Version