Bandscheiben-Forum

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> Was tun bei Halswirbelsäulenzerrung, nach Unfall Halskrause - Bitte um Tips
hoppelhase
  Geschrieben am: 23 Mai 2006, 11:26


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Hallo liebe HWS-ler, Hab in der Forumsuche leider nichts zu HWS-Zerrung gefunden.
Meine Tochter hatte einen Fahrradunfall. Massenweise blaue Flecken, Prellungen, Schwellungen, eventuell ne Rippe gebrochen und da es ihr inzwischen häufig schwindelig wird hat der Arzt heute noch die HWS geröngt und eine Zerrung festgestellt. Sie trägt jetzt ne halskrause und soll am besten gar nichts machen, allein in ihrer Münchner Studentenbude. Toll! Ich seh schon, ich werd LWS-Probleme beim Autofahren hin oder her am Wochenende wieder runter fahren.

Meine Frage nun: ich hab gehört, dass die Halskrause gar nicht so unumstritten sein soll, wie sind denn da die Erfahrungen und Empfehlungen von euch Insidern?

Danke schon vorab hoppelhase
PM
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Harro
Geschrieben am: 23 Mai 2006, 11:39


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Moin Hoppel,
viel halten tu ich von den Dingern nichts, ist aber nur meine Erfahrung.
Wird aber auch allgemein so gesehen, selbst der AWMF rät die Dinger weg zu lassen, mit Ausnahme wegen Instabilität, oder massivstem Bewegungsschmerz.
Ausser ein paar Schmerzmitteln und Ruhe kann man jetzt im Augenblick eh nicht viel machen.

Wünsche gute Besserung

Harro :winke

PS. Hab im Keller noch 2 von den Dingern :P
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Hansi
Geschrieben am: 23 Mai 2006, 12:01


...ich bin dann mal weg!
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Hallo Hoppelhase,

was soll da eigentlich gezerrt sein?

Eine Halskrause ist wirklich nicht der Weisheit letzter Schluss. Andereseits hilft es wohl vorübergehend den Kopf und die obere HWS ruhig zu halten.
Nachteil: Die Dinger helfen mit die Muskulatur schnellstens abzubauen. Dies wiederum führt dazu, dass die Wirbelsäule nicht mehr korrekt getragen und gehalten wird.
Ein Kompromiss wäre es vielleicht das Ding zum Schlafen zu benutzen wenn die Bewegungen nicht ndurch den Kpf gesteuert werdeen. Tagsüber kann man sich durchaus angewöhnen den Kopf relativ ruhig zu halten.
Habe für zwei Tage eine Halskrauswe getragen. Das wars dann auch schon.
Man kann durchaus den Arzt ja mal fragen was ihn zu dieser Aufforderung die Krause zu tragen bewegt hat!


Hansi
PM
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Whoopi
Geschrieben am: 23 Mai 2006, 12:17


Meckerliesel :-)
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Hallo Hoppelhase ;)

Nun ich war auch mal Trägerin einer Halskrause weil ich meinen
Kopf nicht mehr auf der HWS halten konnte.
Zum Anfang tat die zwar gut, aber danach fingen die Probleme
erst richtig an.

Wie Harro und Hansi schon sagten, die Muskulatur wird
rasant schnell abgebaut und dann kommen die anderen
Schmerzen die unter Umständen dann noch schlimmer sind
weil die Muskulatur fehlt.

Ok, ich hatte keine Zerrung sondern einen mächtigen BSV
da oben, aber ich denke im allgemeinen sind die Nachwehen
einer solchen Krause bei fast allen Menschen gleich.

Allerdings würde mich auch interessieren was da gezerrt sein soll ?

Deiner Tochter wünsche ich auf diesem Wege alles Gute
und gute Besserrung.
PM
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hoppelhase
Geschrieben am: 23 Mai 2006, 12:39


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Hallo und danke schon mal, euere Antworten decken sich mit meinem angelesenen und gehörten wissen. Andrea hat mir am Telefon gesagt, dass die HWS falsch gekrümmt wäre auf dem Röntgenbild. Ich werd sie heutr abend mal am Telefon bitten selbst hier ins Forum zu gehen, wenns geht .
Gruß hoppelhase
PM
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Michaela38
Geschrieben am: 23 Mai 2006, 12:48


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Hallo Ines ;)

Kann nur aus eigener Erfahrung sprechen.

Durch meine HWS op trug ich die Halskrause 4 Wochen untertags ind der Nacht nicht. :hair
Und wie die anderen schon sagen: Die Muskeln lassen sehr nach.

Kämpfe noch immer und das jetzt nach 11 Wochen, mache auch täglich meine
Übungen, aber das nehmen die Muskeln einen sehr übel.

Liebe Grüße
PMEmail Poster
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HWS77
Geschrieben am: 23 Mai 2006, 16:56


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Hallo!

Erstmal will ich deiner Tochter alles Gute wünschen!

Ich habe auch eine HWS-Zerrung gehabt (für die anderen fragenden Schreiber: die Bandstrukturen und Muskeln werden gezerrt, ähnlich wie bei einer Zerrung am Fuß). Für die ersten Tage bekam ich nur Schmerzmittel, aber da ich mich vor lauter Schwindel nicht mehr alleine auf den Beinen halten konnte, bekam ich dann auch für einige Tage eine Halskrause. Damit ging es mir dann gleich besser.

Man sollte aber in der Tat darauf achten, dass diese nicht zu lange getragen wird, da, wie meine Vorschreiber schon sagten, die Muskeln einem das sehr schnell übel nehmen. Den Vorschlag, bei starken Problemen die Krause nur in der Nacht zu tragen finde ich nicht schlecht. Denn den Schlaf braucht man und wenn man sonst nicht dazu kommen würde, ist das schon hilfreich. Und in der Nacht sind die Muskeln sowieso entspannt und nehmen es einem nicht so übel.

Längerfristig sollte man aber eine Halskrause wirklich nur bei strenger Indikation tragen , wenn z.B. eine erhebliche Instabilität durch eine Bänderverletzung vorliegt(ich trage z.B. eine seit Februar und noch bis August und nur durch tägliche spezielle KG kann ich meine Muskeln überreden zu bleiben :z ).

Vielleicht tut deiner Tochter ja Wärme gut. Das muss sie aber ausprobieren, wenn es nicht hilft auch wieder weglassen. Anderen hilft Kälte. Das ist verschieden und man sollte das tun, was die Beschwerden lindert. Ansonsten ggf. Schmerzmittel verschreiben lassen und wenn es geht schnell wieder mit leichten Aktivitäten beginnen.
Wenn alles gut läuft, dann kann es deiner Tochter schon nach wenigen Wochen wieder gut gehen.

Trotzdem solltet ihr euch schon vorsichtshalber bemühen, von allen Befunden etc. Kopien zu bekommen. Und wenn Röntgenaufnahmen gemacht wurden, versucht auch diese Bilder zu bekommen und hebt sie bei euch zuhause auf. Denn man muss leider auch immer damit rechnen, dass es zu längerfristigen und dauerhaften Folgen kommen kann. Ich betone: kann. Und dann habt ihr wenn es zu Problemen kommt, wenigstens alle Unterlagen beisammen.

Alles Gute!
HWS


PMAOL
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Gartengnom
Geschrieben am: 23 Mai 2006, 17:42


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Hallo Ines,

schau mal das hab ich gefunden.......Alles Gute für deine Tochter und dich.

Zerrung der Halswirbelsäule

Alle sieben Wirbelkörper der HWS sind untereinander in mehreren Schichten durch dicke Bänder (Ligamente) verbunden, die dicken Gummibändern ähneln. Eine Zerrung ist eine Dehnung oder Riß in diesen Ligamenten, verursacht durch eine plötzliche Bewegung, die den Kopf in eine extreme Position gebracht hat. Durch die plötzliche Abbremsung bei einem Autounfall kann der Kopf weit nach vorne gebracht und die Strukturen somit überdehnt werden.

Typische Symptome sind beispielsweise Schmerzen, insbesondere im Nackenbereich, die sich bei Bewegung verschlimmern. Alle Zerrungen, egal wo sie im Körper stattgefunden haben, werden im Prinzip mit denen selben Methoden behandelt. Normalerweise heilt eine Nackenzerrung mit der Zeit und der richtigen Behandlung problemlos aus.

Sie können Eispackungen für die ersten paar Tage für 15 - 30 Minuten auf den Nacken auflegen. Diese bringen Schwellungen in den Weichteilen zum Abklingen. Die meisten Symptome werden nach 4 bis 6 Wochen verschwunden sein. Eine schwerwiegendere Verletzung, wie z. B. nach einem PKW-Unfall, kann jedoch auch deutlich länger zur Heilung benötigen.


Ich hoffe das hilft dir etwas weiter.

Lieben Gruss

Syl :sonne vie
PMEmail Poster
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hoppelhase
Geschrieben am: 24 Mai 2006, 08:23


BoardIngenieur
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Hallo Sylvie, hallo HWS, vielen Dank, ich hab euere Ausführungen gerade meiner Tochter am Teleflon durchgelesen. Ihr Zustand ist stabil im Moment, Nackenschmerzen ja, Schwindel unter Schonung keine. Am Freitag ist sie wieder beim Arzt. ihr Problem ist, dass sie im Juli viele Prüfungen hat und deswegen nicht zu lange in der Uni fehlen möchte. Bis nächste Woche bleibt sie jetzt zu Hause und am Freitag hat sie wieder einen Arzttermin. Sie Studiert alte Geschichte und so ein Zeugs. Mit Vokabeln oder gar Hyroglyphen lernen ist halt im Moment Sense.
Nicht dass was falsch rüberkommt, sie ist ewig froh, dass ihr nicht mehr passiert ist, will aber auch das möglichst schnell wieder in Ordnung haben.
Von ihr auch vielen Dank
Gruß Ines
PM
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