Bandscheiben-Forum

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> Fussheberschwäche nach Bandscheiben OP, Bandscheiben OP plus Spinalkanal
Reniar
Geschrieben am: 23 Mär 2026, 17:14


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Hallo Zusammen

mein Name ist Rainer, ich bin 74 Jahre alt 187cm groß und 90kg schwer, sportlich aktiv (Fahrrad, Fitnessstudio und Ski) und medikamentenfrei.

Im März 2025 Taubheitsgefühl in beiden Beinen, nach Rücksprache mit Hausarzt wurde festgestellt dass ich nicht mehr auf den Fersen laufen konnte, Überweisung zum Orthopäden kein Fersenlauf, Überweisung ins MRT mit nachfolgender Diagnose.

Stenose L3-L5 und BSV L4-15 li. mit anschließender OP und Reha.

Nach OP Fußheberschwäche links die sich im Laufe des Jahres 2025 verbessert hat bzw. nicht mehr vorhanden ist und Fersenlauf wieder möglich ist. Inzwischen kann ich wieder Radfahren und war im Januar 2026 auch wieder Skifahren (Alpin).

Mit dem Wandern (Gehen) habe ich leider noch div. Schwierigkeiten d.h. nach ca. 4 bis 5km gehen (4km/h) tritt die Fußheberschwäche wieder auf und mit dem linken Bein ist kein Fersenlauf (Fersenstand) mehr möglich, ebenfalls habe ich das Gefühl dass mein linkes Knie nach innen drückt Richtung rechtes Knie (X-Bein).

Nach ca. 30 Minuten Erholung (Sitzen / Liegen) ist Fersenlauf wieder möglich und keine Fußheberschwäche mehr spürbar, d.h. doch dass irgend eine Muskel nach Belastung "meckert" ??
Hat jemand ähnliches schon erlebt bzw. gehört? Was kann ich noch tun, oder trainieren (Stromtherapie) um das ganze wieder in den Griff zu bekommen?

Liebe Grüße und Allen eine gute und schmerzfreie Zeit

Rainer
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paul42
Geschrieben am: 24 Mär 2026, 13:41


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Hallo Reniar

Willkommen im Forum.

Wenn die OP L3- L5 betroffen hat, war das schon ein recht großer Eingriff.

Ohne Befund lässt sich aber schwer beurteilen, wie umfangreich der Eingriff war.
Grund der OP war doch der fehlende Fersengang, wobei die Ursache in Beschwerden der LWS lag.

Da sich deiner Schilderung nach, aber auch schnell alles wieder erholt spricht eher für Überlastung, insbesondere durch den beim Wandern häufig unebenen Untergrund.

Beim Skifahren fügst du den Füßen zusätzliche Reize zu, die noch gar nicht richtig ankommen und verarbeitet werden.

Du musst etwa 2 Jahre einplanen, bis sich die Fußheberschwäche langsam wieder erholt.

Ich würde langsamer machen und den Füßen durch Ergotherapie deutlich mehr Aufmerksamkeit schenken. Man trainiert besser die Füße, damit wieder ein gerichtetes Signal auch in der LWS wieder ankommt.
Bei Fußheber muss das Abrollen des Fußes zunächst erst wieder neu gelernt und trainiert werden.


Viele Grüße

paul42
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Reniar
Geschrieben am: 24 Mär 2026, 19:23


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Hallo Paul
vielen Dank für die Rückmeldung.
Ja, mein behandelnder Arzt, Prof. und Neurochirurg spricht von einer 3 stündigen OP mit einem zusätzlichen zweiten Arzt.
Auch er ermahnt mich immer wieder zur Zurückhaltung und Geduld was mir sehr schwer fällt.
Du schreibst jetzt von 2 Jahren Geduld mit der Fußbeberschwäche das ist natürlich schon eine sehr lange Zeit, was ich aber langsam akzeptieren muß.
Dann werde ich mich jetzt mal nach der von dir empfohlenen Ergotherapie umschauen.
Was hälst du denn von einer zusätzlichen Stromtherapie auf den Wadenbeinmuskel der für den Fussheber zuständig ist.
Nochmals vielen Dank
Gruß Rainer
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Pauline69
Geschrieben am: 24 Mär 2026, 21:59


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Hallo Rainer,

Herzlich willkommen bei uns im Forum!

Ich kann Paul nur in allen Aussagen vollkommen zustimmen.
Deine Beschwerden hören sich nach einer Überlastung, zu schnell nach solch einer OP an.

Nerven haben, ein extrem hohes Potenzial zu regenerieren, jedoch benötigen Sie dafür sehr lange Zeit.
Daher kommt diese Zweijahresfrist zu Stande, doch selbst danach ist noch eine weitere Regeneration möglich.

Die Nachbehandlung sollte aus einem kompletten Paket bestehen, welches sich aus Physiotherapie, Muskelaufbau, der gezielten und richtigen Muskulatur und Geduld gestalten sollte.
Existenziell wichtig ist das trainieren der kleinen, stabilisierenden Rückenmuskulatur, ein medizinisch ausgerichtetes Fitnessstudio mit Sport- und Physiotherapeuten könnten dir die richtigen Übungen dafür zeigen.

Ich wünsche dir weiterhin gute Besserung und viele Grüße,
Pauline


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paul42
Geschrieben am: 25 Mär 2026, 13:56


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Hallo Rainer

Ich hatte auch Fußheber und musste aber L4/ L5- S1 gleich versteift werden.

Nach 6,5 Std meinte mein Arzt, dass dauert jetzt und hat mir absolutes Rehaverbot erteilt.
Um den eigentlichen Grund der OP zu verstehen, muss man seine Geschichte aufarbeiten, warum man eigentlich über all die Jahre so krank werden konnte.

Das ist für die notwendige Geduld, die beste Grundlage.
Besorge die auch den OP- Bericht, damit du den Umfang des Eingriffes auch nachvollziehen kannst.

Sollten auch operative Maßnahmen an einer der BS durchgeführt worden sein, hast du ein Risiko zum Rezdiv.

Du wirkst für dein Alter noch richtig fit, aber mit der Brechstange machst du genauso weiter, wie bisher

Jede Überlastung der Füße, erzeugte bei mir nach der OP ziemlich schnell erneute Wadenkrämpfe.

Strom hilft dir da jetzt leider nicht, sondern es stört den Buschfunk zwischen LWS bis hin wieder zu den Zehenspitzen.

Besorge dir besser einen Igelball, damit du lokale taube Stellen insbesondere die Fußsohlen durch Reize wieder neu stimulieren kannst.

Bei Krämpfen helfen Massagen mit Öl und Salz, das wirkt wie Schmirgelpapier um den fiesen Reiz zu überlagern, sowie wechselwarme Güsse und Lymphdrainage für die Beine. Essigwickel helfen gut bei Brennschmerz.

Gute Besserung

paul 42
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Reniar
Geschrieben am: 25 Mär 2026, 17:30


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Hallo zusammen

vielen Dank für die Rückmeldungen und gut gemeinte Anregungen und Vorschläge.
Vermutlich habt ihr Recht dass ich geduldiger sein und den Zeitraum bis zu 2 Jahren einfach akzeptieren muß was mir allerdings sehr schwer fällt.
Ich werde mir jetzt aber noch eine Überweisung zu einem Physiotherapeut besorgen und bin dann gespannt auf dessen Meinung.

Nochmals danke und gute Zeit für Alle im Forum.

Rainer
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